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Schlicker See (2.450 m)

An diesem mit etwa 3.900 Quadratmetern kleinsten der neun Stubaier Bergseen verläuft der Stubaier Höhenweg von der Starkenburger Hütte kommend weiter Richtung Franz-Senn-Hütte. Blickt man vom Seejöchl auf den Schlicker See hinab, kann man sehr genau die Grenze zwischen dem Dolomit der Kalkkögel und dem Ötztal-Stubai-Kristallin ausmachen. Hier laufen die ausgedehnten kleinsplittrigen Kalk-Schutthalden in die sanften mit saftigem Grün bewachsenen Kuppen des Silikat aus. An diesem geologischen Grenzgebiet befindet sich ein Hotspot an pflanzlicher Artenvielfalt, der seinesgleichen sucht. Der Schlicker See liegt schon ganz in den behäbigen Blockfeldern des Silikats eingebettet. Zwischen den Spalten dieser Felsblöcke finden sich immer wieder Murmeltiere ein. Mit lauten Pfiffen warnen die Tiere die zahlreichen Mitglieder ihrer Kolonie vor unerwünschten Eindringlingen. Die kleine Unterwasserwelt des Sees wird von eingesetzten Saiblingen belebt, die auf Insekten als Nahrung angewiesen sind und dementsprechend kleinwüchsig bleiben. Dennoch vermehren sich diese Überlebenskünstler kontinuierlich und bilden heute einen stabilen Bestand.

Variante 1

Start / Ziel: Neustift Parkplatz Freizeitzentrum (990 m)
Gehzeit: 6 ¾ Stunden
Höhendifferenz: ↑ 1.600 HM ↓ 1.600 HM
Einkehrmöglichkeiten: Starkenburger Hütte (2.237 m)
 
ANFAHRT / AUSGANGSPUNKT
Entweder mit dem Auto zum öffentlichen Parkplatz beim Freizeitzentrum in Neustift, direkt nach dem Kreisverkehr oder mit dem Bus bis zur Haltestelle „Ortsmitte“.

TOURENBESCHREIBUNG
Vom Freizeitzentrum in Neustift biegt man beim Kreisverkehr nach rechts ab und folgt der Straße bis zur nächsten Abzweigung. Dort quert man die Straße und folgt der Straße bergauf in Richtung Starkenburger Hütte. Dieser Straße folgt man solang bergauf, bis man den Wald erreicht hat. Von dort führt ein Steig in vielen Serpentinen stetig aufwärts in ca. 2,5 Stunden bis zur Starkenburger Hütte. Von der Starkenburger Hütte folgt man den Stubaier Höhenweg für ca. 40 Minuten bis man die Abzweigung in Richtung Schlicker See erreicht. Von der Abzweigung sind es noch weiter 20 Minuten bis man den Schlicker See erreicht. Von dort geht es über denselben Weg zurück ins Tal.

Variante 2

Start / Ziel: Bergstation Schlick 2000, Kreuzjoch (2.136 m)
Gehzeit: 4 ½ Stunden
Höhendifferenz: ↑ 765 HM ↓ 765 HM
Einkehrmöglichkeiten: Starkenburger Hütte (2.237 m)
 
ANFAHRT / AUSGANGSPUNKT
Entweder mit dem Auto bis nach Fulpmes und von dort bis zur Talstation der Schlick 2000 oder mit dem Bus bis zur Haltestelle „Fulpmes Schlick 2000“.

TOURENBESCHREIBUNG
Von der Bergstation Kreuzjoch wandert man den gemächlich ansteigenden Panoramaweg Richtung Starkenburger Hütte. Nach der Sennjochhütte folgt man der Beschilderung Hoher Burgstall. Der Steig führt über den Rücken aufwärts, zweigt rechts ab und führt unter der Südwand des Niederen Burgstalls vorbei. Kurz danach zweigt der Steig nach rechts in Richtung Schlicker Schartl ab. Von dort sind noch ca. 15 Minuten bis zum Schlicker See. Die Gehzeit bis zum Schlicker See beträgt gesamt ca. 2,5 Stunden.  Zurück geht es auf dem Stubaier Höhenweg in Richtung Starkenburger Hütte. Kurz vor der Hütte biegt man nach links ab und folgt dem Weg zurück bis Sennjochhütte und von dort weiter bis zur Bergstation der Schlick 2000. Für den Rückweg benötigt man ca. 2 Stunden.

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