Ostereier färben mit Fun-Fact-Begleitung

Tradition
13.04.2022
Erstellt von Uli Eigentler - Quelle: stubai.at/blog

Kommendes Wochenende ist Ostern und damit zieht auch die lustige Zeit der Ostereierfärberei wieder ins Land. Vom schnellen Last-Minute-Färben mit einer in Wasser gelösten Farbmischung, über die Krepppapier-Papp-Technik, bis hin zum Eierfärben mit Naturfarbstoffen. Techniken, wie man die Ostereier einfärben kann, gibt es ja unendlich viele. Besonders und ausgefallen sollten sie halt sein. Meine Versuche kreative und einzigartige Eier zu färben endeten bisher leider in Ostereier á la Turiner Grabtuch und deshalb habe ich es dieses Jahr mal einer alten, traditionellen Weise versucht. Mit Zwiebelschalen und Gänseblümchen-Print nach der Dip-Dye Methode.

Dip-Dye oder einfach Eiertauchen

Alle, die sich jetzt fragen, ob „Dip-Dye“ so kompliziert umzusetzen ist, wie es klingt, kann ich beruhigen. Es ist eigentlich nicht anderes als etwas Festes (in unserem Fall Eier) in etwas Flüssiges (in unserem Fall Tee) zu tauchen. Dip-dying kommt aber eigentlich aus der Coiffeur-Branche und wird beim Haarefärben angewandt indem die Haarspitzen in Farbstoff getaucht werden.

Zutaten

Für Dip-Dye Ostereier mit Gänseblümchen-Print brauchen wir:

  • weiße Eier
  • Zwiebelschalen (egal ob gelb oder rot, die Farbe bleibt gleich)
  • Topf
  • Seidenstrümpfe
  • Gummibänder
  • Gänseblümchen
  • Öl

So wird’s gemacht

Eier dem gewünschten Härtegrad entsprechend kochen. Seidenstrümpfe in Stücke schneiden, so dass sie um die Eier passen. Hier gibt es, der Elastizität der Strümpfe sei Dank, keine mathematische Anleitung. In der Zwischenzeit einen „Tee“ aus Zwiebelschalen aufbrühen und ca. 15 Minuten ziehen lassen. Die Gänseblümchen auf den Strumpf-Stücken verteilen, die Eier auf die Blümchen legen und das dann alles vorsichtig umspannen. Mit den Gummibändern die Enden der Stümpfe fixieren und dann vorsichtig in den Zwiebelschalen-Tee legen. Ich habe sie ca. eine halbe Stunde „einwirken“ lassen. Anschließend die Eier raus nehmen und die „Bandage“ lösen und trocknen lassen. Wer mag, kann die Eier noch mit Öl einreiben, so dass sie schön glänzen.

Fun Facts zu Ostern

Als ich beim Eierfärben war und darauf gewartet habe, dass die Dip-Dye Eier trocknen, habe ich ein paar Facts über Ostern, das Ei und den Hasen in einer Frauenzeitschrift gelesen. Den wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt habe ich nicht untersucht, dennoch möchte ich euch die lustigsten Erkenntnisse nicht vorenthalten.

  • Warum heißt Ostern „Ostern“? Darüber scheiden sich ja die Geister: entweder abgeleitet von der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, oder von der Himmelsrichtung Osten, welche als Symbol für die Auferstehung Jesus gedeutet werden kann – hier geht nämlich die Sonne auf. Mir persönlich gefällt das mit der Göttin besser.
  • Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond – somit kann es an Karfreitag niemals eine Sonnenfinsternis geben – weil das hex, hex ein schlechtes Omen wäre bzw. gewesen ist – damals vor ca. 2000 Jahren.
  • 75 % der Menschen fangen beim Schokohasen bei den Ohren an zu essen – ich glaube, ich möchte die anderen 25 % lieber nicht kennenlernen.
  • In der Schweiz wird der Job des Hasens vom Kuckuck übernommen, bis 1650 brachte in Tirol die Osterhenne die „Goggelen“ (wie wir sagen).
  • Das teuerste Osterei der Welt kommt aus dem Hause Fabergé, kostet ca. 500.000,- Euro und der Zar Alexander III schenkte es seiner Frau Maria – wenn das keine Liebe ist.
  • Die Osterinsel wurde 1722 zu Ostern entdeckt und gehört politisch zu Chile – der Namensgeber legte sich damals anscheinend richtig ins Zeug.

Vielleicht könnt ihr damit bei euren österlichen Familienfeiern ein wenig angeben

In diesem Sinne ein frohes Osterfest und ein paar Sonnenstrahlen, wir wollen die Eier schließlich nicht im Tiefschnee suchen müssen.

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