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Stubaital oh Stubaital, wieder darf ich über ein paar deiner mysteriösen Begriffe nachgrübeln. Zum dritten Mal (Teil 1 und Teil 2) stelle ich mich der Herausforderung.

Fangen wir mit „dergrattlt“ an. Generell sollte man Wörtern, die so viel mehr Konsonanten als Vokale haben, mit einer gewissen Vorsicht begegnen. Dergrattlt klingt etwas unwirsch, nach Zank und Schimpfe. Kleine Jungs, die die Nachbarshühner mit Kastanien bewerfen, gehören mal ordentlich dergrattlt. Vielleicht kann man ihnen dann auch androhen, dass sie nachts der böse „Buger“ holt, wenn sie nicht endlich brav sind. Der wohnt nämlich unter der Treppe und kann freche Kinder riechen.

Warum machen Jungs eigentlich so ungezogene Dinge? Weil sie Langeweile haben, wenn sie ohne Sinn und Ziel durch die Gegend „strawanzen“. Da kann das Tal noch so schön und die Berge drumherum noch so hoch sein. So eine junge, wilde Seele braucht Beschäftigung.

„Koldern“ zum Beispiel. Das klingt wie ein Sport für den man festes Schuhwerk und Kraft in den Oberarmen braucht.
Beides ist mir persönlich eher fremd und fern. Ich würde die Kastanien also in meine „Toaschn“ (Das heißt doch Tasche, oder?) stopfen und mit den Jungs zum Dosenwerfen gehen. Das macht auch Spaß und ordentlich Krach… Kommst du nach deiner Erklärung der Begriffe mit, Bloggerkollegin Sabrina?

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