Über das Essen wurde hier im Blog zur Genüge schon geschrieben. Sowohl die süßen als auch die deftig-würzigen Hüttenklassiker wurden gesucht, gefunden und ausführlich präsentiert. Zeit wird’s nun etwas „tiefer in die Glasln zu schauen“…

Ganz ehrlich, würde man das flüssige Ranking anhand der blanken Zahlen aufstellen, dann wäre dieser Beitrag in nullkommajosef fertig. Bier, Radler, Weizen, Schiwasser, Almdudler, zack und aus(getrunken).

Auch die hochprozentigen Après Ski Shots wie Rüscherl, Potenzerl, Feigling, Flying Hirsch und Heiße Oma, Witwe oder wie sie alle heißen mögen, klammere ich an dieser Stelle aus. In dieses Ranking schaffen es vor allem die Getränke, die meist in Eigenproduktion herstellt werden.

 

Platz 1 –  der Hollersaft
Prädikat: Frische der Natur zum Trinken!

Aufgespritzt mit Leitungswasser oder Soda ist der Holunderblütensirup wohl der sommerliche Durstlöscher schlecht hin. Neben dem beliebten Holundersaft sind mir diesen Sommer auf so einigen Almen und Hütten weitere schmackhafte Sirupkreationen untergekommen. Darunter die beiden extra frischen Varianten Holler-Minze und Holler-Zitronenmelisse. Mittlerweile kann man den Sirup schon vielerorts kaufen wie beispielsweise in Jedeler’s Hofladen oder im s‘ Saft Ladele des Milcherhofs. In der nächsten Holunderblütenzeit werde ich mich aber dann selbst „in die Stauden machen“ und Wanderung samt Zubereitung dokumentieren.

Platz 2 – die Buttermilch
Prädikat: Vitaminbombe aus den Alpen!

Viel zu lange galt sie rein als Nebenprodukt bei der Käseherstellung und wurde fast stiefmütterlich behandelt. Schon die Oma wusste, dass die Buttermilch ein wahres Schönheitselexir ist. Fein, dass man das schmackhafte Getränk nun auf fast allen Menükarten vorfindet. Ich selbst trinke die Buttermilch gerne fruchtig und kann die frische Buttermilch mit Waldbeeren empfehlen, die (saisonbedingt) auf vielen Stubaier Almen ausgeschenkt wird.

Platz 3 – das Schnapserl
Prädikat: Edelgebranntes fürs Stamperl!

Zum Urlaub in den Bergen gehört es wohl wie das Amen im Gebet. Egal ob als Belohnung nach einer Wanderung, zum Aufwärmen von Innen beim winterlichen Einkehrschwung oder einfach nur deshalb, weil man bei den traditionellen Stubaier Gerichten zu sehr zugelangt hat, das Schnapserl ist ein Muss. Freilich werden im Stubai deshalb auch fleißig Obst, Beeren und Zirbenzapfen gesammelt und zu erlesenen Schnäpsen verarbeitet. Mein Bloggerkollege Michael hat deshalb Schnapsbrenner Anton Rogel einen Besuch abgestattet um zu sehen, wie er in Fulpmes seine prämierten Edelbrände herstellt. Das Ganze gibt es hier zum Nachlesen und -sehen.

Platz 4 – die heiße Schokolade
Prädikat: Kindheitserinnerung im Glas!

Ein schön dampfender Kakao während es draußen dicke Flocken schneit – so „schmeckt(e)“ der Winter für mich immer. Mit den Jahren wurde dann aus dem Kakao ein Lumumba. Der Schuss Rum „heizt(e)“ sogar noch etwas mehr ein. Die Luxusvarianten der heißen Schokolade sind die Kreationen, die mittlerweile in der Cafe Bar Zum Steinbock am Stubaier Gletscher serviert werden. Hier gibt es gleich drei verschiedene hausgemachten Trinkschokoladen denen bei Bedarf auf ein ordentlicher Schuss verpasst werden kann. Edellumumba sozusagen. Die Edelbitterschokolade mit Vanilleschaum, die Milchschokolade mit Nougat und Orangenschaum und die Weiße Schokolade mit Schokoschaum können hier noch wahlweise mit Baileys, Haselnussschnaps oder Ron Zacapa verfeinert werden.

Platz 5 – der Jagertee
Prädikat: Ein Haferl hochprozentiger Freude!

Jagertee ist nicht gleich Jagertee. Das wissen auch die Stubaier Alm- und Hüttenwirte und Restaurantbetreiber. Immer mehr verabschieden sich deshalb von der bekannten Konzentratvariante und setzen ihren eigenen Jagertee an. Grundlage dabei bleibt aber immer Schwarztee, Rum und Schnaps. Und bekanntlich gibts bei Obstschnaps zahlreiche Varianten, so wird es im Stubaital bestimmt das eine oder andere Jagertee-Geheimrezept geben. Ob mir ein paar verraten werden? Wie werden es sehen…

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