Der eine nennt sie „Jause“, der andere „Brotzeit“, der nächste packt die „Lunch-Box“ ein – gemeint ist aber in allen Fällen die Verpflegung für einen perfekten Skitag. Während am Stubaier Gletscher zahlreiche Gastronomiebetriebe zum Einkehrschwung einladen, gibt es auch eigene Räumlichkeiten die „Selbstversorgern“ zur Verfügung stehen.

Herbstzeit ist für mich Gletscherzeit. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, der es immer kaum abwarten kann, bis der Skibetrieb wieder läuft. Am Stubaier Gletscher herrschen jetzt Topbedingungen. Zeitgleich bereiten sich die tiefer gelegenen Skigebiete auf den Winterstart vor bzw. rüsten entsprechend auf. Aktuell wird beispielsweise in der Schlick an einer neuen Bahn samt Abfahrten gearbeitet. Doch bis dieser Zubringer eröffnet wird, tummle ich mich am Gletscher.

Nicht jedes Mal packe ich meinen Rucksack so ausführlich wie dieses Mal. Meist kehre ich nämlich in den Restaurants direkt am Stubaier Gletscher ein, nehme mir ausgiebig Zeit, lasse mich entweder in einem der Bedienungsrestaurants verwöhnen oder setze mich auf die Terrasse eines der Selbstbedienungsrestaurants.
Doch ab und zu nehme ich mir meine Ski-Jause selbst mit und lege in einem der beiden Selbstversorgerräume, die sich in der Bergstation Gamsgarten als auch in der Bergstation Eisgrat befinden, einen Stopp ein. Praktisch wenn man keine gefrorene Jause möchte: verschieden große Schließfächer für kleines Geld in der Nähe der Räume, wo ich meinen Rucksack lassen kann. Auch für Familien ist diese Variante eine gute Möglichkeit den Skitag kostengünstiger zu gestalten.

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Die perfekte Ski-Jause sieht je nach Geschmack natürlich anders aus. Für mich gehören dazu: eine Thermoskanne mit heißem Tee, eine Flasche Wasser oder Saft, belegte Brote und Obst. Meine Mama hat mir in Kindertagen immer etwas Süßes eingepackt und meine erste Skilehrerin als Belohnung ein kleines Stück Schokolade geschenkt. Süßes ist deshalb auch immer wichtig. Wobei ich heute meist auf Müsliriegel zurückgreife. Die geben mir schnell Kraft für weitere Abfahrten. Vorsicht bei Joghurtbechern! Die können sich aufgrund des Höhenunterschiedes aufblähen und platzen. Also besser in eine Jausenbox oder ein Jausensackerl geben. Aber sonst kann man natürlich alles ganz normal in seinen Rucksack packen, was einem schmeckt.

Beim letzten Mal habe ich ein Stück Käse und ein Paar Kaminwurzn vom Bauernmarkt und frisches Schwarzbrot vom Bäcker eingepackt. Obst und Müsliriegel habe ich in einem der Lebensmittelgeschäfte – vom Talanfang in Schönberg bis Neustift gibt es gleich zehn davon – geholt. Sollte man im Vorfeld nichts besorgt haben, haben wir im Stubaital auch noch sechs Filialen diverser Bäcker und drei Metzgereien.

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Und wer meint, er müsse an einem Sonntag auf regionale Produkte verzichten, irrt. In Mieders befindet sich ein Regiomat, ein von der Dorfmetzgerei Zorn gefüllter Automat. Speck, Kaminwurzn, Käse und so Einiges mehr, gibt es hier rund um die Uhr sieben Tage die Woche zu kaufen. Wer einmal beim Fleischomat der Metzgerei Krösbacher in Fulpmes vorbei kommt, sollte eine der Salamikreationen probieren. Sehr empfehlenswert und ebenfalls 24/7 erhältlich. Helli Krösbacher, Österreichs erster Fleischsommelier, gestaltet seine Auswahl allerdings sehr abwechslungsreich, weshalb man hier immer wieder über Neues „stolpert“.

Mit einem Rucksack voller solcher – mitunter sehr kreativen – Schmankerln kann es im Anschluss nur mehr ein genüsslicher Skitag am Stubaier Gletscher werden. Mahlzeit!

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