Die bisher künstlerisch gestalteten Stubaier Naturschauplätze haben auch im Sommer 2018 Zuwachs bekommen. In diesen Sommer können bereits zehn Naturschauplätze besucht werden. Der neueste Platz befindet sich beim „Gespaltenen Stein“ im idyllischen Pinnistal und ist wahrhaftig großartig.

Schon von der Ferne sticht die riesige Gestalt aus Stein dem Wanderer ins Auge. Passend zu der Natur wurde der Riese von seinem Ideengeber Thomas Ribis komplett aus Steinen erbaut. Thomas Ribis kennt sich mit sogenannten „Stoanriesen“ aus, denn er hat schon in der Vergangenheit einige auf Gipfeln erbaut. Wohl kaum einer hatte aber bisher die beeindruckende Dimension, wie der beim Naturschauplatz Gespaltener Stein. Viele der Skulpturen wurden auch im Laufe der Zeit vom Wind wieder umgeweht. Dieses Schicksal soll den Stoanriesen vom Pinnis allerdings nicht ereilen. Eine massive Stahlunterkonstruktion und Beton fixieren die rund 4 Tonnen Steine.

Weil sich die Installationen bei den Stubaier Naturschauplätzen sanft in die Natur einfügen sollen, wurden für den Steinriesen Steine aus der unmittelbaren Umgebung verwendet. Thomas Ribis hat dafür mühevoll die Steine im nahe liegenden ausgetrockneten Bachbett zusammengetragen und dann mit einem Schubkarren zum Naturschauplatz gebracht. Über fünf Wochen lang hat er an dem 3,5 Meter großen Riesen gearbeitet.

Der große Fels der vom Riesen gestützt wird ist übrigens Zeuge gewaltiger Gesteinsbewegungen, die vor mehreren Tausend Jahren stattgefunden haben. Es wird vermutet, dass der Stein bei seinem Aufprall auseinander gebrochen und dann gespalten liegen geblieben ist.

Für die Tour zum Natuschauplatz Gespaltener Stein sollte man ca. drei Stunden einplanen. Mit der Elferbahn geht es bis zur Bergstation. Oben angekommen nimmt man den Forstweg vorbei an der Sonnenuhr, Ihres Zeichen größte im Alpenraum. Weiter führt die Route über einen Steig zur Pinnisalm im Pinnistal. Von der Pinnisalm ist es noch ein kurzer Fußmarsch von ca. fünf Minuten Richtung Neder bis man den Steinriesen antrifft. Weiter geht es am Forstweg, der zum Neustifter Ortsteil Neder talabwärts vorbei an der Issenangeralm führt. Von dort geht es auf einem schönen Uferweg wieder zurück zur Talstation der Elferbahnen. Selbstverständlich kann man seine Tour auch von Neder aus starten. Egal für welchen Variante man sich entscheidet, sie wird auf alle Fälle „riesig“.

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