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…und ich fand einen ganzen Haufen jener Dinge, die ein paar Wintersportler der Saison 16/17 wohl vermiss(t)en. Am letzten Skibetriebstag zog ich einen finalen Einkehrschwung in das „Fundbüro“ des Stubaier Gletschers. Und die liebe „Fundfee“ konnte mir so einiges berichten und zeigen…

Wir schreiben den 18.06.2017. Perfektes Wetter, Sonne pur, beinahe tropische Temperatur im Stubai und die Qual der Wahl. Wie soll ich mich erfrischen? Ein Sprung ins kühle Nass oder noch ein letztes Mal Skier anschnallen und ab auf den Stubaier Gletscher?

Ich entscheide mich fürs Skifahren. Am Ende der Saison lasse ich es aber so richtig gemütlich angehen: ein paar Schwünge ziehen und mich mit den Kollegen unterhalten was im Urlaub geplant ist. Doch nicht für alle Mitarbeiter des Stubaier Gletschers geht es am 19.06.2017 in die Ferien. Einige von ihnen sind mit den Revisionsarbeiten beschäftigt, damit pünktlich am 01.07.2017 mit dem Sommerbetrieb gestartet werden kann. Dann ist die Auffahrt mit der 3S Eisgratbahn und der Schaufeljochbahn zum TOP OF TYROL auf 3.165 Metern möglich. Auch die Eisgrotte ist dann wieder geöffnet.

Aber nun zurück zu unserer Fundfee, denn ihr Urlaub beginnt gleich am ersten Tag der Revision. Davor zeigt sie mir aber was während der letzten Saison so alles liegen gelassen bzw. verloren wurde. Freilich ist am Bild nicht mehr die ganze Menge erkennbar, denn ein Großteil der Fundsachen wird abgeholt oder zurück gesendet, wenn sich der Besitzer identifizieren kann. Die restlichen Fundsachen werden aufgehoben und in Boxen nach Monaten sortiert. Meine Kollegin erklärt mir, dass sie schon so ziemlich alles gesehen hat, was Menschen nunmal so verlieren können. Darunter befindet/n sich:

DER KLASSIKER
Die Modetrends kommen und gehen, aber er bleibt schlichtweg die Nummer eins – der schwarze Handschuh. Kein anderer Gegenstand wird so häufig verloren und gefunden wie er.
Sage und schreibe mehr als 240 Handschuhe wurden gefunden, das entspricht 4-5 Handschuhen pro Woche.

DIE WERTVOLLEN
Mit ihnen verliert man oftmals nicht nur den Wert sondern auch die bildlichen Erinnerungen an so manchen perfekten Skitag – Handys und GoPros. Verloren gegangene Insulinspritzen mögen zwar nicht die Welt kosten, sind jedoch für Diabetiker unbezahlbar. In so einem Fall ist man umso froher, wenn man sie an den ordnungsmäßigen Besitzer retournieren kann.

DER BRENZLIGE
Wir sprechen hier nicht von edlen Feuerzeugen oder Flachmännern mit „Spiritus“, sondern vom Ehering. In verloren gegangen Form sorgt er wohl für reichlich Zündstoff im ehelichen Heim.

DIE SKURILEN
Unterhosen?! Gebisse?! Sachen gibt’s?!

DIE „UNMÖGLICHEN“
Man möchte eigentlich meinen, dass ohne diesem Gegenstand das Wintersportvergnügen nicht funktioniert – der Ski. Ja, auch Skier werden ganz klassisch „verloren“. Aber solange man diese bis Mitte/Ende September wieder findet, dann ist alles gut. Denn dann startet der Skibetrieb wieder am Stubaier Gletscher. Und mit ihm eine neue Fundsachen-Saison!

VERLUST – WAS NUN?
Falls ihr bei einem eurer nächsten Besuche am Stubaier Gletscher etwas verliert, dann könnt ihr euch an die Kassa Talstation Esigrat sowie Kassa Talstation Gamsgarten wenden. Hier wird alles gesammelt. Gerne ist man auch unter der Telefonnummer +43 (0)5226 8141 behilflich. Bitte fragt auch immer wieder mal nach, wenn es nicht gleich am selben Tag gefunden und abgegeben wurde. Falls ihr schon abgereist seid, könnt ihr selbstverständlich auch eine E-Mail samt Foto des Verlustgegenstandes an info@stubaier-gletscher.com schicken. Die „Fundfee“ wird’s schon richten!

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