12044493_orig

Als Redakteurin der Bezirksblätter bin ich viel unterwegs und begebe mich auch oft in mir unbekannte Gefilde. Die Pisten der Schlick kenne ich zwar sehr gut vom Skifahren, allerdings habe ich mich niemals wirklich mit der Arbeit befasst, die hinter einer Pistenpräparierung steckt. Genau aus dem Grund habe ich einen Abend lang Matthias Haruck begleitet.

Ich treffe den 26-jährigen Fulpmer der Teil des vierköpfigen Pistenbully-Teams des Ski- und Wanderzentrum Schlick 2000 ist kurz vor Beginn seiner Schicht. Bevor ich einsteige, drehe ich eine Runde um das Pistengerät. Normalerweise halte ich mich von dem schweren Gerät fern, doch heute kann ich es in Ruhe genau inspizieren.

Beeindruckend ist das ca. 500 PS starke Gefährt allemal und gutgelaunt steige ich ein. Wenn hat man denn sonst die Chance einmal über die menschenleeren Pisten zu fegen?

12044491_orig 12044487_orig 12044495_orig

Während ich etwas aufgeregt bin, lenkt Matthias Haruck völlig gelassen seinen Pistenbully. Es würde mich auch wundern, wenn es anders wäre. Immerhin arbeitet Matthias schon viele Jahre mit dem 12 Tonnen schweren Gerät in der Schlick.

Mit voller Konzentration lenkt er den Pistenbully durch das menschenleere Skigebiet bei Nacht. Jetzt geht es den „aperen“ Stellen an den Kragen. Matthias raut dafür die Oberfläche der Piste auf und bedeckt dann die schneefreien Stellen. So entsteht wieder eine gute Unterlage für die Skifahrer.

Sein Dienst beginnt, wenn der Skibetrieb endet und sich die letzten Wintersportler auf den Weg Richtung Tal gemacht haben. Um ca. 16:30 Uhr fängt die Nachtschicht für ihn und zwei weitere Fahrer an. Im Vorfeld teilen die Fahrer noch ein, wer welche Pistenabschnitte präpariert.

Ich frage Matthias auf was bei der Präparierung geachtet werden muss. „Eine Piste ohne Wellen soll entstehen. Dies funktioniert am besten, wenn der Schnee der von den Skifahrer den ganzen Tag hinunter geschoben wurde, mit dem Schild vorne am Pistenbully wieder hinauf geschoben wird“, führt Matthias aus. Eine digitale Messvorrichtung in der Fahrerkabine zeigt die Daten zum Druck, zur Geschwindigkeit und Ähnliches an.

Während wir im Gebiet unterwegs sind und auch die steilen Pisten auf und ab fahren, bin ich froh keinen schwachen Magen zu haben. Das wäre so ziemlich das letzte was ein Pistenbully-Fahrer haben darf, denn mitunter geht es ordentlich holprig zu. Mittlerweile ist es kurz vor Mitternacht und die Schicht endet gleich. Für mich war es eine aufregende Erfahrung zu sehen, wie die Pisten bereit gemacht wurden für die nächsten Skifahrer und Snowboarder. Dank des Pistenteams steht dem Skispaß nun nichts mehr im Wege!

 

back