Die Vorfreude auf die Multimedia Ski- & Tanzperformance war im gesamten Stubai riesig und überall spürbar. Zahlreiche Skigäste sowie Besucher aus ganz Tirol kamen an den beiden Eventtagen im Februar in den überschaubaren Ortsteil Milders (Neustift). Doch von „klein und beschaulich“ war an diesen Abenden nichts zu spüren, ganz im Gegenteil. Ein wahres Feuerwerk an Musik, Tanz, Skipräzision, Licht, Feuer und 3D-Mapping verwandelte das Eventgelände in einen mystischen Ort zum Staunen. Starchoreograph Valga ist es mit dem Libretto „GAIA – Stubai Mutter Erde“ wieder einmal gelungen, eine mitreißende Geschichte packend zu inszenieren.

Die Multimedia Ski- & Tanzperformance GAIA – Stubai Mutter Erde lockte zahlreiche begeisterte Ski- und Kulturfans nach Milders/Neustift – und ich mittendrin! Alle wollten da natürlich auf einmal in das Herz des Stubaitals zur Aufführung: Klingt nach Chaos, Stau und Parkplatzsuche? Mitnichten! Denn die vom Veranstalter angebotenen, umliegenden Parkmöglichkeiten waren bestens ausgeschildert und wurden auch dankend von den Gästen angesteuert. So ging es direkt vom Parkplatz mit einem der Shuttlebusse bequem und ohne Verzögerung direkt zum Eventgelände der Sonnberglifte in Milders / Neustift.

Dort angekommen wurden wir von einer auf den Skihang projizierten Videosequenz empfangen, die spannende Blicke hinter die Kulissen gewährte. Daneben führte Moderatorin Sabrina Peer vorab erklärend in das zu erwartende Geschehen ein. Waren zu Beginn die Blicke noch bang gen Himmel gerichtet, so verzogen sich Wolken, Nebel und Schnee pünktlich zum Start der Show. Sichtliches Aufatmen und vielleicht ein wohlwollendes Zeichen der Liebe unserer Erdmutter GAIA zum Stubaital. Schließlich hatten alle ihren Platz gefunden, einen Becher wärmenden Glühwein in der Hand und die Augen gebannt auf die Bühne im Schnee gerichtet.

3… 2… 1… Paukenschläge. Die Spannung steigt, ein Knistern liegt in der Luft und schon startet die Darbietung mit einem furchteinflößenden Kampfgetümmel am Berg, Drohnen kreisen über unseren Köpfen, die Stimmung ist dunkel und bedrohlich. Doch neben der zum Großteil bereits versklavten Menschheit stemmen sich einige letzte verbliebene gegen die Unterdrückung – eindrucksvoll durch Musik und Tanz dargestellt. Ein Kind der Hoffnung und Liebe wird gezeugt – und darf nach atemberaubender Rettungsaktion durch GAIA friedlich im schönen Stubaital aufwachsen. Doch die Bedrohung rückt näher und der kleine Junge, mittlerweile zum jungen Mann herangewachsen, erkennt seine Bestimmung als Erlöser von Menschheit und Natur. Schließlich ist es die Liebe, die am Ende siegt und uns aufzeigt, wofür es sich wirklich lohnt zu leben.

Die Kombination aus einer mitreißenden Musikkomposition aller Genres, den grazilen Tanzsequenzen sowie der präzisen Konformität der „Ski-Armee“ und den wunderschönen 3D-Mappings im Schnee ist definitiv bisher einzigartig in dieser Form. Enrique Gasa Valga ist es gelungen, mit diesem Open Air Event ein Kunstwerk in den Schnee zu zaubern. Berührend und einmalig. Und vor allem ist es ihm gelungen, eine Botschaft zu transportieren ohne dabei auf Effekthascherei abzuzielen.

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