Fünf Argumente

gegen die Wasserableitungen aus dem Stubaital

 

1. Das Wasser würde unseren Kindern fehlen!

Die TIWAG beantragt eine Nutzung des Stubaier Wassers auf 90 Jahre, also über drei Generationen. Ob man es danach jemals wieder zurückbekommt, ist mehr als fraglich. Außerdem steigt damit die Gefahr für die Ableitung weiterer Bäche erheblich.

2. Wir brauchen das Wasser für Tourismus und Landwirtschaft!

Der WildeWasserWeg hat mit 250.000 Besuchern im Jahr nicht nur eine wichtige Erholungsfunktion für Einheimische, sondern auch eine enorme touristische Bedeutung.
Es wäre allein wirtschaftspolitisch grundfalsch, dem beliebten Naturschauspiel
„wilde Wasser“ mit den Ableitungen ein Ende zu bereiten und damit regionale Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu gefährden.

3. Das Süßwasser aus den Gletschern versiegt!

Wasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass unsere Gletscher in den nächsten 30 Jahren abschmelzen werden. Die Bäche, aus
denen das Wasser abgeleitet werden soll, könnten  trockenfallen. Die Wasservorkommen werden damit in Zukunft noch viel wertvoller.

4. Die Wasserableitungen hätten fatale Auswirkungen auf unseren Lebensraum!

Baustellen und Geschieberäumungen würden Lärm, Staub und Schwerverkehr verursachen. Künstlich errichtete Bachfassungen würden den Geschiebehaushalt der Gewässer stören und damit die Hochwassergefahr erhöhen.
Die häufige Spülung der sogenannten „Entsanderkammern“ würde nicht nur der Natur schaden, sondern aufgrund der Schwallwassergefahr jeglichen Aufenthalt entlang der Ufer gefährlich machen.

5. Das Stubaital trägt bereits seinen Teil zur Stromerzeugung bei!

Mit dem Alpeiner-/ Oberbergerbach ist einer der beiden großen Quellbäche bereits nach Sellrain-Silz abgeleitet. Die Ruetz speist weitere Kraftwerke für die ÖBB und die Innsbrucker Kommunalbetriebe. Daneben gibt es im Tal ca. 30 Kleinkraftwerke. Dabei erzeugt Tirol jetzt schon wesentlich mehr Strom, als es verbraucht.