Stubaier Höhenweg
Stubai
Stubai Super Skipass
ab € 493,00

02.12.2017 - 08.04.2018

  • 7 Übernachtungen mit Frühstück
  • 6 Tage Stubaier Superskipass
  • 1 Eintritt für 4 Stunden in das Erlebnisbad StuBay
  • Eintritt in das Freizeitzentrum Neustift
  • Gratis Skibus im Stubaital
  • Gratis Skipass für Kinder unter 10 Jahren (in Begleitung eines Elternteils)
zum Angebot
Herbstskilauf 4=3
ab € 217,00

01.10.2017 - 22.10.2017
06.11.2016 - 18.12.2017

  • 4 Übernachtungen mit Frühstück
  • 4-Tage Skipass für den Stubaier Gletscher zum Preis vom 3-Tages-Skipass
  • Gratis Skibus im Stubaital
  • Gratis Skipass für Kinder (unter 10 J.)

    zum Angebot

    Etappe 3

    Neue Regensburger Hütte – Dresdner Hütte

    Höhenmeter:  ⬆ 900 Hm  ⬇ 850 Hm
    Dauer: 7 Stunden
    Länge: 12 km
    Tiefster Punkt: 2.280 m
    Höchster Punkt: 2.858 m

    Die Etappe III der Rundwanderung durchs Stubaital, liegt zwischen Regensburger Hütte und Dresdner Hütte. Es gilt 1.750 Meter Höhendifferenz auf ca. 11,4 km zu überwinden – Highlight der Tour ist unbestreitbar die beeindruckende Gletscherlandschaft, der Sie sich stetig nähern.


    Von der Hütte geht es dem Hohen Moos entlang Tal einwärts, dann ansteigend Richtung Falbesoner See. Noch vor Erreichen des Sees quert der Weg unterhalb des Hochmoosferners das Tal und führt zum steilen Anstieg auf den Grawagrubennieder (2 ½ Stunden von der Neuen Regensburger Hütte).Vom Grawagrubennnieder geht es unter der Zunge des Grawawandferners vorbei und man quert von Felsrippen durchbrochene Hänge.

    Weiter geht es unterhalb des Mutterberger Sees vorbei. Nun führt der Weg absteigend in den unteren Boden der Glamersgrube, in einem Gegenanstieg durch die Wilde Grube in einen Sattel und hinab zur Dresdner Hütte.

    Naturkundliche Besonderheiten

    Im Bereich Ruhegebiet Stubaier Alpen

    Hohes Moos

    Der Stubaier Höhenweg zieht durch das westlich der Neuen Regensburger Hütte gelegene Hohe Moos, das in einem Hochtalboden eingebettet liegt. Milchig trübes Gletscherwasser bahnt sich mäandrierend seinen Weg durch das Überflutungsmoor. Das etwa 11 Hektar große Moor selbst ist weitgehend erodiert, und es existieren nur noch wenige Torfreste. Es ist das Relikt eines Lebensraumes, der aus einer Periode unmittelbar nach der letzten Eiszeit stammt. Seinen Ursprung fand er hier in einer von Eiszeitgletschern ausgeschürften Wanne, die sich mit Schmelzwasser füllen konnte, wodurch sich zunächst ein See bildete. Dieser ist allmählich verlandet und hat sich schließlich zu einem Moor entwickelt. Solange dieses Moor flach ist und noch von Grundwasser gespeist wird, spricht man von einem Niedermoor. Heben sich die Torfmoospolster im Laufe ihres Wachstums über den Grundwasserhorizont hinaus, wölbt sich das Moor urglasförmig auf und erhält Wasser nur noch durch Regenfälle, ist ein Hochmoor entstanden. Aus den Torfmoosen entsteht dadurch Torf, dass diese Moose an der Basis absterben und unter Sauerstoffabschluss nur zum Teil zersetzt werden. Die Torfschicht wächst dabei nur einen halben Millimeter pro Jahr.
    Das Gesamtbild erinnert an eine skandinavische Landschaft und auch die Vegetation entspricht zum Teil jener in diesen Breiten. Im Frühjahr entfaltet sich eine üppige Pflanzengemeinschaft mit Scheuchzers Wollgras und unterschiedlichen Seggen-Arten. Auf den umliegenden von eiszeitlichen Gletschern glatt geschliffenen Felsblöcken gedeihen neben Flechten und Moosen im Sommer intensiv gefärbte Primeln und Alpen-Soldanellen.

    Mutterberger See

    Von der Neuen Regensburger Hütte kommend, fällt im letzten Wegdrittel die Entscheidung, ob noch ein etwa viertelstündiger Umweg zum Mutterberger See (2.483 Meter) in Kauf genommen werden soll. Zumindest aus landschaftsästhetischer Sicht keine Frage. Dieses oft azurblaue Gewässer wirkt in der kargen Hochgebirgslandschaft wie eine Oase. Ist es auch, für Pflanzen, für durstige Tiere, aber auch für fortpflanzungswillige Amphibien. In Kaiser Maximilians Zeiten (*1459 +1519) und auch in jüngeren Zeiten sind hier wie in etlichen anderen Hochgebirgsseen auch Fische eingesetzt worden. So kommt es, dass in dieser Höhe Seesaiblinge leben. Sie ernähren sich von auf der Wasseroberfläche gelandeten Fluginsekten. Doch die extreme Nahrungsknappheit lässt bei diesen Lachsfischen nur zwergwüchsige Formen heranwachsen. Sie werden „Schwarzreuter“ genannt und werden nur etwa 15 Zentimeter lang.

    Moränen als Zeugen der Eiszeit

    Der Weg verläuft, kurz bevor man zur Dresdner Hütte herab steigt, unterhalb des Egesengrat vorbei. Die Egesenmoräne, hinter der sich der gleichnamige See befindet, war für die Wissenschaft namensgebend für das so genannte Egesenstadium. Dieser Ausdruck bezeichnet die letzte Vorstoßphase der Gletscher, bevor sie sich weit zurückgezogen haben und sich somit endgültig von der Eiszeit verabschiedet haben. Dieses Ereignis fand vor etwa 10.800 bis 10.000 Jahren statt.
    Das gesamte Gebiet ist von vielen Moränen geprägt. Sie sind jene Gesteinsmassen, die die Eiszeitgletscher vor sich herschoben oder seitlich verdrängten. Wenn die Gletscher sich zurückzogen, blieben diese Zeugen ihrer Vorstoßphasen mit oft messerscharf geschnittenen Graten liegen. Südlich der Dresdner Hütte etwa ist eine große Moräne erkennbar. Sie stammt aus der so genannten „Kleinen Eiszeit“, die zwischen 1350 und 1850 in Europa herrschte. Die Gletscher stießen während dieser kühlen und feuchten Klimaperiode so weit in die Täler vor wie seit der Eiszeit nicht mehr. Seither sind die Gletscher mit Unterbrechungen im Rückzug begriffen.

    Suchen & Buchen