Stubaier Höhenweg
Stubai
Stubaier Gletscherzauber
ab € 155,00

17.10.2017 - 06.05.2018

  • 2 bis 7 Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension oder in einer Ferienwohnung
  • Skipass für den Stubaier Gletscher
  • Gratis Skibus im gesamten Tal
zum Angebot
Herbstskilauf 4=3
ab € 217,00

01.10.2017 - 22.10.2017
06.11.2016 - 18.12.2017

  • 4 Übernachtungen mit Frühstück
  • 4-Tage Skipass für den Stubaier Gletscher zum Preis vom 3-Tages-Skipass
  • Gratis Skibus im Stubaital
  • Gratis Skipass für Kinder (unter 10 J.)

    zum Angebot

    Etappe 1

    Starkenburger Hütte - Franz-Senn-Hütte

    Höhenmeter:     ⬆ 440 Hm  ⬇ 530 Hm
    Dauer: 7 Stunden
    Länge: 15 km
    Tiefster Punkt: 2.143 m
    Höchster Punkt: 2.548 m

    Die Etappe I der mehrtätigen Wanderung durch das Stubai beschreibt den Weg zwischen der Starkenburger und der Franz Senn Hütte. Es gilt 970 Meter Höhendifferenz auf ca. 14,9 km zu überwinden –  Highlight der Tour: Von den Kalkkögeln, den Dolomiten des Stubais gelangen Sie  in die Granitberge des Stubaier Hauptkammes.


    Folgen Sie den Wegtafeln Seejöchl und Franz Senn Hütte durch den Südwesthang unterhalb des „Hohen Burgstall“ vorbei zum Blachnsattel. Über ein ausgeprägtes Stein- und Schotterfeld geht es unter den Kalkkögeln vorbei zum Seejöchl (2.518 m) sowie oberhalb des Schlicker Sees weiter zum Sendersjöchl. Von dort führt der Weg südseitig steil in Serpentinen hinunter (teilweise Seilsicherung) zur Roten Wand, dann in gleichbleibender Höhe, später leicht absteigend zur Seducker Hochalm (bewirtschaftet). Anschließend queren Sie die Villergrube und es geht weiter entlang der Hänge des inneren Oberbergtales. Zum Schluss ist noch ein kurzer Abstieg in ein paar Serpentinen zu überwinden bevor Sie das Ziel – die Franz-Senn-Hütte – nach ca. 7 Stunden erreichen.

    Naturkundliche Besonderheiten

    Vom Ruhegebiet Kalkkögel ins Ruhegebiet Stubaier Alpen

    Geologie - Seejöchl als „Reißverschluss“

    Beginnt man die Tour bei der Starkenburger Hütte und passiert nach dem Seejöchl den idyllischen Schlicker See, vollzieht man einen erdgeschichtlichen Raum- und Zeitsprung der Superlative. Wie ein Reißverschluss fällt die Trennlinie zwischen hellem, feingeschottertem Kalkgestein und dunklerem Silikat bzw. Kristallin auf. Bei genauerer Betrachtung stößt man hier auf ganz unterschiedliche Floren – Kalkliebhaber und kalkmeidende Pflanzen stehen Seite an Seite und bilden einen hotspot der Biodiversität. Nur ganz wenige Pflanzen siedeln sowohl auf Kalk, als auch auf Silikat, denn die Bedingungen der beiden Gesteinsarten unterscheiden sich ganz wesentlich. Die Pflanzen müssen daher unterschiedliche Strategien entwickeln, um das jeweilige Gestein besiedeln zu können. So sind die mineralischen Nährstoffe des trockenen Kalkuntergrundes relativ fest gebunden und dadurch weniger gut verfügbar. Besonders die Versorgung mit Kalium, Phosphor und Eisen gestaltet sich auf Kalkböden schwierig, und die Pflanzen müssen weit verzweigte Wurzeln ausbilden, um die Nährstoffe aufzunehmen. In Kristallinböden werden die Nährstoffe schneller ausgewaschen, sind aber auch leichter verfügbar. Dieser Untergrund trocknet nicht so schnell aus wie Kalk, und es finden sich hier auch höhere Konzentrationen an Eisen, Mangan- und Aluminiumionen. Daher ist er im Gegensatz zum Kalk bis in wesentlich größere Höhen bewachsen. Einen Extrem-Standort bilden trockene Kalkschuttrinnen in den mittleren Lagen der Kalkkögel. Hier wachsen gleich nach der Schneeschmelze Spezialisten wie die Alpen-Aurikel, die in Tirol auch unter dem Namen Platenigl bekannt ist. Sie überzieht die Hänge mit leuchtendem Gelb und duftet wunderbar aromatisch.

    Uralte Kulturlandschaft – Zeugin der Besiedlungsgeschichte

    Nach dem Sendersjöchl verläuft der Weg entlang der Grenze zum Ruhegebiet Kalkkögel durch uralte Kulturlandschaft. Die blumenreichen Bergwiesen wurden von Menschenhand geschaffen. Bis vor etwa 40 Jahren wurden die Flächen unterhalb des Höhenweges zur Heugewinnung gemäht. Die Mahd begünstigt die Artenvielfalt durch „Gleichberechtigung“. So werden konkurrenzstarke Arten wie viele Gräser an einer flächendeckenden Ausbreitung gehindert, dadurch können sich auch schwächere Arten wie Enzian, Küchenschellen oder Arnika durchsetzen.
    Das hintere Stubaital wurde bis zum 12. Jahrhundert nur als Weidegebiet genutzt. Aus dieser Zeit stammen noch rätoromanische Namen wie „Sedugg“. Danach führte der immer höhere Bevölkerungsdruck zur Gründung von Schwaighöfen, das sind ganzjährig bewohnte Höfe mit Viehhaltung. Dies wurde durch günstige klimatische Bedingungen erst möglich. Im Zuge dessen änderte sich die Landnutzung. Die hochgelegenen Flächen oberhalb der Waldgrenze wurden, wo immer möglich, zur Heugewinnung genutzt, während im Talbereich Getreide angebaut wurde. Roggen und Gerste gediehen bis zu einer Seehöhe von 1.500 Metern und dienten der Versorgung von Mensch und Vieh. Das Heu für den langen Winter musste von weiter oben mühsam auf Heuschlitten ins Tal gebracht werden. Bei der Oberissalm (über 1.700 Meter) lagen die beiden höchstgelegenen, ganzjährig bewohnten Höfe im ganzen Stubaital.
    Heutzutage ist die Bergmahd dort, wo keine Fahrwege hinführen, nicht mehr rentabel. Die Wiesen rund um die Seducker Hochalm werden hauptsächlich mit Schafen beweidet, so ist die Hochalm ist im Sommer von Hirten bewohnt. Auch Beweidung fördert die Blumenvielfalt durch Offenhaltung der Flächen, allerdings in geringerem Ausmaß als die Mahd. Die Tiere bevorzugen bestimmte Kräuter, und verschmähen andere. Durch diese selektive Beweidung werden viele Arten unterdrückt.

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