Stubaier Höhenweg
Stubai
Stubai Super Skipass
ab € 493,00

02.12.2017 - 08.04.2018

  • 7 Übernachtungen mit Frühstück
  • 6 Tage Stubaier Superskipass
  • 1 Eintritt für 4 Stunden in das Erlebnisbad StuBay
  • Eintritt in das Freizeitzentrum Neustift
  • Gratis Skibus im Stubaital
  • Gratis Skipass für Kinder unter 10 Jahren (in Begleitung eines Elternteils)
zum Angebot
Stubaier Gletscherzauber
ab € 155,00

17.10.2017 - 06.05.2018

  • 2 bis 7 Übernachtungen mit Frühstück oder Halbpension oder in einer Ferienwohnung
  • Skipass für den Stubaier Gletscher
  • Gratis Skibus im gesamten Tal
zum Angebot

Etappe 2

Bremer Hütte – Nürnberger Hütte

Höhenmeter:      ⬆ 450 Hm ⬇ 600Hm
Dauer: 4 Stunden
Länge: 5 km
Tiefster Punkt: 2.229 m
Höchster Punkt: 2.741 m

Der Höhenweg beginnt leicht ansteigend abseits des Simmingferners. Nach ungefähr einer halben Stunde Gehzeit führt der Weg durch steileres, felsigeres Gelände zum Simmingjöchl (Höchster Punkt 2.754m). Am alten Zollhaus angekommen, bietet sich ein herrlicher Rundblick auf die Stubaier Alpen.

Es folgt ein langer, serpentinenreicher Abstieg mit einzelnen gesicherten Passagen bis zum Fuße eines Gletscherbaches. Nicht mehr weit von der Nürnberger Hütte entfernt, folgt noch ein kurzer Anstieg. Die letzten Meter sind sehr flach und somit leicht begehbar.


Naturkundliche Besonderheiten

Im Landschaftsschutzgebiet Serles-Habicht-Zuckerhütl

Alpensteinbock

Im Bereich des Oberen Grübls, bevor man zum Feuchtgebiet im Paradies gelangt, sind mitunter Steinböcke zu sehen. Sie lassen sich durch dezente Beobachter, die ihnen nicht zu sehr auf den Pelz rücken, ohne Scheu betrachten. Der Alpensteinbock ist ein Einwanderer aus den Gebirgen Zentralasiens und seit der letzten Eiszeit in den Alpen heimisch. Kein Wunder also, dass Körperbau und Organismus an die kalten, unwirtlichen Bedingungen des Hochgebirges und die strengen Winter der hohen Regionen bestens angepasst sind. Die kräftigen Beine sind eher kurz und stämmig und sämtliche Körperanhänge klein. Somit wird die Wärmeabgabe nach außen hin minimiert. Besonders wichtig ist für das Steinwild im Sommer hochqualitative Nahrung zu sich zu nehmen, um Fettreserven für den Winter anzulegen. Dem alteingesessenen Alpensymbol wurde im 19. Jahrhundert arg zugesetzt. Zu dieser Zeit erkannte man in dem kraftvollen und vitalen Tier eine Quelle für Allheil- und Potenzmittel. Nahezu alle Körperteile schienen zum Wohle des Menschen interessant, und die Art wurde bis zum Rand der Ausrottung gejagt. Eine kleine Kolonie überlebte dank des italienischen Königs Vittorio Emanuele II. in Gran Paradiso. Von dieser Basis aus regenerierten sich die Alpenpopulationen allmählich wieder.
Seit dem Jahr 1970 wurden unter anderem im Gschnitztal Wildtiere aus der Schweiz eingesetzt, um den Bestand zu retten. Heute existieren in den Schutzgebieten der Stubaier Alpen wieder vier Kolonien mit insgesamt etwa 300 Tieren. Die Mehrzahl der oft wenig scheuen Steinböcke lebt an der Grenze zu Südtirol zwischen Pflersch und Gschnitz sowie um die Bremer und Nürnberger Hütte. Zwei kleine Kolonien existieren im Bereich des Habicht und zwischen der Franz-Senn Hütte und dem Sellrain. Der Bestand gilt heute als gesichert.

Paradiesisches Feuchtgebiet

Von weitem sichtbar ist vor allem im Sommer das Feuchtgebiet im „Paradies“ zwischen Simmingjöchl und Nürnberger Hütte. Großräumig mäandriert der Bach durch das zum Teil verlandete Gewässer. In den Verlandungszonen stehen im Sommer die nahezu unüberschaubaren Fruchtstände des weiß leuchtenden Alpen-Wollgrases beziehungsweise Scheuchers Wollgras. Diese alpine Sauergrasart gedeiht in nährstoffarmen, sauren Flachwasserbereichen und kommt vor allem im Silikatgestein vor. Durch die Bildung unterirdischer Ausläufer vermag das Wollgras ausgedehnte Rasen zu bilden. Neben den Alpen kommt es hauptsächlich in der Arktis vor.

Steinadler

Wenn man auf der Wanderung das charakteristische Pfeifen der Murmeltiere hört, kann das ein Hinweis auf einen jagenden Steinadler sein, der von den aufmerksamen Wächtern entdeckt wurde. Fast auf der gesamten Länge des Stubaier Höhenwegs kann man auf die großen Greifvögel stoßen, die sich im Aufwind in große Höhen treiben lassen. Mit einer Flügelspannweite von mehr als zwei Meter ist er zum Segelflug geschaffen. Seine Horste legt er in steilen Felswänden in Nischen oder Felsbändern an. In seinem durchschnittlich 50 Quadratkilometer großen Revier besitzt er meist mehrere Horste, die er abwechselnd bewohnt. Da er sie immer wieder benutzt, können sie mit Zeit eine stattliche Ausdehnung erreichen. Dabei sind drei Meter Durchmesser mit einer Höhe von zwei Metern keine Seltenheit. An seinen Behausungen ist er bei der Brut sehr störungsempfindlich. Dem Revier bleiben die Brutpaare – wie auch einander – treu, und verteidigen es vehement gegen Eindringlinge. Selbst junge Steinadler werden, nachdem sie etwa im Spätherbst alt genug sind, aus dem Revier vertrieben. Das Gelege wird im März, manchmal auch erst im Mai angelegt. Das Weibchen bebrütet es fast ausschließlich alleine, das Männchen geht dafür in den ersten Wochen auf Beutefang. Die jungen Adler beginnen nach etwa sechs Wochen mit den ersten Flugversuchen und erkunden dann die Umgebung ihrer ausgesetzten Behausung. Auch nachdem die Kleinen das Nest verlassen haben, werden sie von ihren Eltern noch einige Monate umsorgt. Das Beutespektrum der Greifvögel umfasst neben Murmeltieren auch Hasen, Füchse, Raufußhühner, junge Gämsen und Rehe. Sein Lebensraum muss demnach über große Wildmengen verfügen und ausreichende Rückzugsräume bieten. Der Bestand der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Österreich vom Aussterben bedrohten Art ist in den Alpen wieder auf etwa 1.300 Tiere angewachsen. In den Schutzgebieten der Stubaier Alpen existieren pro Tal etwa drei bis vier Brutpaare.

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