Norwegischer Doppelsieg beim FIS Freeski World Cup Stubai Bestes Slopestyle Weltcup 2022 Ergebnis für Österreicher Matej Svancer

Matej Svancer hält mit Platz Sechs Fahnen für Österreich hoch Johanne Killi (NOR) und Birk Ruud (NOR) holen die Kronen für Norwegen

Bei Bluebird-Wetter griffen 24 der weltbesten Freeskier:innen im perfekt präparierten Snowpark Stubai Zoo am Stubaier Gletscher tief in ihre Trickkiste im Battle um die ersten Slopestyle Punkte der Weltcup Saison. Auch die Gastgeber dürfen sich mit dem sensationellen sechsten Rang für Matej Svancer über eine absolute Top-Platzierung freuen. Bei den Damen holte sich die Norwegerin Johanne Killi endlich ihren Stubai Sieg und gewann vor Kelly Sildaru (EST) und Grace Henderson (USA). In der Männerwertung war es einmal mehr Birk Ruud (NOR) der sich, flankiert vom Schweizer Andri Ragettli und Colby Stevenson (USA), den Sieg holte.

Der Stubai Zoo begrüßte die Freeski-Athlet:innen am Samstag frisch angezuckert, mit strahlendem Sonnenschein und somit besten Verhältnissen auf 3000m Seehöhe - perfekte Voraussetzungen für einen Finaltag, der für viele Zuseher:innen entlang des Kurses sorgte. Für die besten Freeskier:innen der Welt ging es um die begehrten ersten Slopestyle Punkte der Weltcupsaison.

Norwegerin darf sich endlich die Krone am Stubaier Gletscher aufsetzen

Endlich klappte es auch mit dem obersten Treppchen für Johanne Killi: In der Qualifikation nur bezwungen von der Estin Kelly Sildaru, war die Norwegerin im Finale beinahe unaufhaltbar.

Nach einem zweiten und einem dritten Platz in den Vorjahren, klappte es nun endlich auch mit dem Sieg für die 25-Jährige. Mit ihrem ersten, beinahe perfekten Run ließ sie im packenden Finale die Konkurrenz, trotz Sturz im zweiten Run hinter sich - neben den besten Kicker Performances mit einem 900 lead blunt auf switch 540 japan waren es vor allem die absolut beeindruckenden Rail-Lines, die ihr als einzige im Damenfeld über 80 Punkte und somit den verdienten Sieg brachten.

„Ich bin hier im Stubai schon einmal Dritte und einmal Zweite geworden, also fehlte mir nur noch der erste Platz und ich bin wirklich froh, dass ich es jetzt geschafft habe. Ich bin so happy!

Stubai war schon immer ein wirklich toller Event und immer gutes Skifahren. So viele Leute schauen zu, es ist sehr cool, hier zu sein. Ich könnte nicht glücklicher sein, hier zu gewinnen!“

(Johanne Killi, NOR)

Damit ließ sie die estnische Doppelsiegerin Kelly Sildaru (bester Trick: 900 tail  to switch 10 reverse tail)und die US-Amerikanerin Grace Henderson(bester Trick: 900 tail) hinter sich.

Die beiden Österreicherinnen waren am Finaltag nur als Zaungäste zugegen. Die Paznaunerin Lara Wolf belegte in dem enorm starken Starterfeld wie schon im Vorjahr Platz Zehn, die Lokalmatadorin Laura Wallner musste aufgrund eines Trainingssturzes auf den Start verzichten. Die jüngste Teilnehmerin im gesamten Feld, die 16-jährige Muriel Mohr aus Bayern, belegte den hervorragenden siebten Platz.

Junger Österreicher Svancer festigt einmal mehr seinen Platz in der Elite / Norweger Birk Ruud setzt sich in packendem Finale durch

Bei den Herren durfte sich das Gastgeberland über einen Finalplatz freuen. Mit einer überzeugenden Performance in der Qualifikation sorgte der junge Matej Svancer für Begeisterung beim ÖSV. Trotz momentanem Maturastress konnte das Salzburger Freeski-Talent die Fahnen für Österreich hochhalten und beim Heimweltcup schon in der Qualifikation überzeugen. Im Finale wurde er kurzzeitig von einem Sturz beim ersten Kicker ausgebremst, ließ sich davon jedoch nicht beirren und fuhr den zweiten Run nervenstark. Diesen brachte er beinahe perfekt runter, und holte sich so den hervorragenden sechsten

Rang inmitten der Superheroes der Szene. Damit unterstrich er einmal mehr sein Können und den verdienten Platz unter den Besten der Besten.

„Es ist für mich echt eine Überraschung, dass die Tricks dann so geklappt haben. Weil ich sie erst in den Trainings so richtig gelernt habe. Die Kickerline war echt gut, aber die Railsection hätte smoother sein können, aber ich bin super zufrieden, da ich echt nur sieben Punkte hinter dem Sieger bin. Aber die Erleichterung ist echt riesengroß, dass es so geklappt hat, vor allem da der Tag mit vergessenen Skischuhen und verschüttetem Kaffee nicht gut begonnen hat. “

(Matej Svancer, AUT)

In einem Finale, das bis zuletzt alles offenließ, war es am Ende einmal mehr der starke Allrounder Birk Ruud, der triumphierte. Mit einem beinahe fehlerlosen ersten Run holte sich der Norweger, der momentan den Freestylsport dominiert, trotz eines Sturzes im zweiten Durchgang, verdient seinen zweiten Titel am Stubaier Gletscher. Der 22-Jährige sammelte mit einer perfekten Performance auf der Kicker-Line und einem makellosen Switch double cork 16 stale im ersten Run wichtige 88,96 Punkte und ließ die Konkurrenz hinter sich.

„Ich liebe Stubai und ich mag diese Veranstaltung sehr. Also ein großes Dankeschön an das Stubaital für die Ausrichtung des Weltcups. Ich habe nicht wirklich erwartet, heute zu gewinnen. Ich habe mich auf meinen Lauf konzentriert und versucht, mein Bestes zu geben, und es gibt so viele gute Fahrer da draußen. Ich bin glücklich darüber, es wieder geschafft zu haben! Ich kann’s noch fast nicht glauben!“

Das norwegische Double, ja! Ich bin sehr stolz auf Johanne, sehr stolz auf das ganze Team. Ich denke, wir haben einen phänomenalen Job gemacht und ich fühle mich geehrt, Teil dieses wunderbaren Teams zu sein!

 (Birk Ruud, NOR)

Nur knapp dahinter folgte der Sieger von 2020, der Schweizer Andri Ragettli, dessen erster Run nicht nach Wunsch verlaufen war. Im zweiten Run lief der 5-fache Kristallkugel-Besitzer aber auf Betriebstemperatur, lieferte mit einem Switch-double cork misty 1620 eine Top-Performance ab und belegte somit mit knappen 1,6 Punkten Rückstand Platz Zwei. Der US-Amerikaner Colby Stevenson, der 2017 Platz Drei am Stubaier Gletscher belegte, scheint sich auf dem untersten Treppchen wohlzufühlen und holte mit einem feinen ersten Run, und dem höchsten Score bei einem Nosebutter double cork 16 verdient seinen zweiten Podestplatz am Stubaier Gletscher. Zusätzlich darf sich der US-Amerikaner über eine Wildcard für den legendären In-City-Contest Red Bull PlayStreets am 10. Februar 2023 in Bad Gastein stattfinden.

Das restliche österreichische Herrenteam war am Samstag leider nur mehr zum Anfeuern am Gletscher: Julius Forer (V) wurde 45., Luis Resch (ST) 50., Noah Schallert (V) 54. und David Wolf (T) 55. und verpassten somit den Sprung in die Top 16. Der Salzburger Lukas Müllauer verzichtete nach dem Training aufgrund der noch nicht ausgeheilten Verletzung von Chur auf einen Start beim Heimweltcup.

20 Damen und 60 Herren waren am Donnerstag in der Qualifikation an den Start gegangen, die 8 besten Damen und 16 besten Herren standen am Samstag im Finale. In diesem galt es zwei Läufe zu absolvieren, der bessere wurde gewertet. Dabei konnte ein Höchstscore von 100 Punkten erreicht werden. Im Slopestyle ist nicht nur die Schwierigkeit tonangebend bei der Bewertung der einzelnen Tricks, auch die Individualität, Vielseitigkeit und Kreativität der Runs, werden von den zehn Judges in das Scoring mitaufgenommen. Der gewohnt anspruchsvolle, 500 Meter lange Slopestyle Kurs forderte den Athlet:innen dabei einiges ab, ließ sie jedoch auch zu Höchstleistungen auflaufen. Kreative Runs und absolute Top-Performances zogen sich durch die packenden Finali.

Für die Slopestyler gibt es nun einmal eine kleine Weltcup-Pause. Für den nächsten Stopp geht es nach Frankreich, wo es ab 12. Jänner die nächste Chance auf weitere Slopestyle-Weltcuppunkte gibt.

Ergebnis FIS Freeski World Cup Stubai 2022, 19.11.2022

 

Damen

  1. Johanne Killi (NOR) – 81.24 Punkte
  2. Kelly Sildaru (EST) – 78.22
  3. Grace Henderson (USA) – 76.58
  4. Megan Oldham (CAN) – 75.42
  5. Sandra Eie (NOR) – 74.51
  6. Sarah Hoefflin (SUI) – 73.22
  7. Muriel Mohr (GER) – 62.01
  8. Brynn Johnston (CAN) – 56.44

Herren

  1. Birk Ruud (NOR) – 88,96 Punkte
  2. Andri Ragettli (SUI) – 87.38
  3. Colby Stevenson (USA) – 85.68
  4. Alexander Hall (USA) – 83.71
  5. Jesper Tjader (SWE) – 83.47
  6. Matej Svancer (AUT) – 81.22
  7. Max Moffatt (CAN) – 79.41
  8. Ralph Konnor (USA) – 79.05

Weitere Informationen unter www.stubai-gletscher.com

Fotos © bause.at; Sebastian Marko - zur redaktionellen Verwendung honorarfrei

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TVB Stubai Tirol
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