Seven Summits - Serles

Das Wichtigste auf einen Blick

Routenlänge
10.9 km
Gesamtzeit der Route
09:11 h
Höhenmeter Bergauf
1735 hm
Höhenmeter Bergab
1201 hm
Höchster Punkt
2708 hm
Schwierigkeit
Schwer
Kondition
4
Technik
Mittel
Anfahrt mit Öffis:
Vom Hauptbahnhof Innsbruck mit dem Bus direkt nach Kampl Haltestelle Kampl.
Anfahrt mit Auto:
Die Tour startet am Ende der Höhlebachstraße bei der Kampler Staumauer, welche sich im Ortsteil Kampl in Neustift befindet. Hierzu biegt man talauswärts kommend am Ende von Kampl, kurz vor der Tankstelle, nach rechts ab.
Parken:
Beschränkte Parkmöglichkeiten bei der Kampler Staumauer.
Startpunkt:
Neustift, Kampl (994 m)
Endpunkt:
Bergstation der Serlesbahnen
Wegbeschaffenheit:
Charakteristik: Bergwanderung (schwarzer Bergweg) – kurze klettersteigähnliche Passage nach dem Serlesjöchl.
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Beschreibung

Vom Stubaital aus ist die Serles wie gewohnt über Kampl/Wildeben zu erreichen.

Der Zustieg über Maria Waldrast ist zur Zeit nur über die Matreier Ochsenalm machbar.
Die Gehezeit ab Maria Waldrast verlängert sich dadurch um ca. 30 - 45 Minuten.


DIE REGIERENDE
Über allen Bergen thront ein König. Eigentlich ist der Bergregent Tirols aber eine "sie" und führt von den Stubaier Alpen aus mit ihrem dominanten Antlitz die Gipfelwelt bis Innsbruck an. Die Serles steht als scheinbar völlig isolierte Felspyramide da, bei der laut einer Volkssage ein wilder Ritter mit seinen beiden Söhnen wegen seines Jähzorns, seiner Härte und Grausamkeit von einem Bauer verflucht wurde. Versteinert muss König Serles nun mit seinen Söhnen als Nebengipfel dort ausharren, wo einst sein Schloss war. Der auffallende, dreiteilige Gipfelaufbau, der dieser Geschichte zu Grunde liegen mag, beeindruckte auch schon Goethe auf seiner Reise nach Italien. Er gab der Serles den Beinamen "Hochaltar Tirols".

Uneingeschränkte Fernsicht
Nicht nur, dass man die Serles bereits von Innsbruck aus sieht, von ihrem Gipfel aus blickt man mindestens genauso weit. Ihre exponierte Lage ermöglicht erstaunliche Bergsichten und eröffnet ein unvergleichliches Panorama vom Zuckerhütl bis zu den Tuxer Gletscherbergen und von den Dolomiten bis zum Karwendel. Das Inntal, die Stubaier sowie die Zillertaler Alpen erfasst der Ausblick von der Serles ebenfalls.

Klarer Ursprung
Schon als der Innsbrucker Bergsteiger Georg Ernstinger 1579 von Schönberg aus über den Gleinserberg und Maria Waldrast die Serlesspitze zum ersten Mal bestieg, fiel ihm das besondere Wasser von Maria Waldrast auf. Er war allerdings nicht der Erste, der die Qualität des Waldraster Wassers zu schätzen wusste. Bereits den Kelten war der Platz am Fuße der Serles heilig. Auch die Rompilger benützten die Route über Maria Waldrast, um vom Waldraster Wasser zu trinken, das eines der qualitativ hochwertigsten Wasser in Tirol ist. Fast 100 Jahre lang soll seine Reise durch Kalkgestein und mit Mineralien angereichertes Urgestein sein. Der weltentrückte Platz am Fuße der Serles beherbergt ein Kloster mit Kirche, Gnadenbrunnen sowie Ursprungskapelle am Waldrand und bildet den höchstgelegenen Wallfahrtsort Österreichs.

TOURENBESCHREIBUNG

AUFSTIEG:

Von der Kampler Staumauer, am Waldrand von Kampl, beginnt der steile Waldweg, der in Kehren in ca. 2 Stunden zur Jausenstation Wildeben führt. Von dort geht es direkt hinter der Jausenstation auf einem steilen Weg weiter bis zum Serlesjöchl (2384 m). Dort muss eine kleine Felswand mittels einer kurzen Leiter überwunden werden. Es folgt eine kurze mit Stahlseilen gesicherte Passage, dann zieht der Pfad in Serpentinen über den breiter werdenden mit Schutt bedeckten Südwestrücken bergauf. Schließlich gelangt man über einen etwas ausgesetzten Felsabsatz zum großen Gipfelkreuz.

ABSTIEG:
Abstieg wie Aufstieg. Als Alternative bietet sich die Wanderung über das Kloster Maria Waldrast bis zur Bergstation der Serlesbahnen an. Hierzu biegt man am Serlesjöchl links Richtung Südosten ab und folgt dem Pfad zunächst über Schotter, dann durch eine Latschenzone, später durch einen Wald bis zum Kloster Maria Waldrast (ca. 3 Stunden). Von dort führt ein Weg relativ eben in 45 Minuten bis zur Bergstation der Serlesbahnen. Von dort kann entweder die Bahn zum Abstieg genützt werden bzw. zu Fuß in 1 ½ Stunden bis nach Mieders abgestiegen werden.