Die Stubaier Bergwelt und die Wälder sind Heimat zahlreicher Tiere. Viele bekommt man nur im Glücksfall zu Gesicht, sie sind Versteckungskünstler. Andere wiederum sind so klein, dass man sie kaum wahrnimmt. Die nächsten Tiere sieht man oft, man meint sie genau zu kennen, doch weiß man so wenig über ihre wertvolle Aufgaben und Funktionen. Und dann gibt es noch einige Tiere, die erscheinen wild und unheimlich, dabei sind sie vieles mehr, als furchterregend. Diese Gedanken flossen in die Gestaltung einer neuen Attraktion im Stubai, über die man sich seit diesem Sommer freuen kann.

Der Waldtierweg Gleins kann, besonders schön jetzt im Herbst, mit allen Sinnen erlebt werden. Eine Wanderung mit der ganzen Familie stellt eine gute Möglichkeit dar mit den Tieren spielerisch auf Tuchfühlung zu gehen. An vier Stationen aus Holz, die am Weg entlangführen, gilt es, die Tiere des Waldes beim Klettern, Spielen oder Staunen kennenzulernen und das Gespür für das richtige Verhalten im Wald zu trainieren.

Das ausführende Stubaier Unternehmen „Naturidea“ ist Experte in Sachen kreativer Handwerkskunst und weiß wie man mit interaktiven Spielestationen aus Holz nicht nur Kindern, sondern auch Eltern begeistert. Ich habe dort nachgefragt, warum man sich genau für die Tiere Biene, Spinne, Schlange, Eichhörnchen und Rothirsch entschieden hat.

Aus Tamara Sommavilla, dem kreativen Freigeist unter anderem verantwortlich für Ideenfindung und Konzeptionierung, sprudelte es nur so heraus: „Ganz bewusst haben wir uns für Spinne und Schlange entschieden. Jedes Lebewesen ist wichtig, hat seinen Platz in der Welt. Alles ist Natur und gehört als großes Ganzes verstanden. So wichtig die Biene für die Honigproduktion ist, so bedeutend ist auch die Spinne, denn ohne sie würden Käfer und Fliegen die Überhand gewinnen. Sie schafft Gleichgewicht. Bei Schlangen ist es hingegen einfach wichtig, dass man den korrekten Umgang lernt, so braucht man sich nicht zu viel fürchten. Den mächtigen Rothirsch haben wir wegen seines majestätischen Erscheinens und das flinke Eichhörnchen wegen seiner großen Beliebtheit bei Kindern gewählt.“

Tamara ist generell wichtig, dass die von ihnen gestalteten Plätze Orte sind, an denen der Besucher im Hier und Jetzt genießt, etwas vom hektischen Alltag abschaltet und schöne Momente ganz bewusst alleine oder eben mit der ganzen Familie erlebt. Jeder soll sich wohlfühlen. In der Stubaier Natur klappt das hervorragend, alle Voraussetzungen sind hier gegeben, ebenfalls am Waldtierweg.

Die Wanderung beginnt in Schönberg nach der Autobahnunterführung und ist ausgeschildert (Richtung Gleinserhof). Rechter Hand zweigt nach 5 Minuten Gehzeit ein Forstweg in den Wald. Dieser schlängelt sich ca. eine Stunde lang durch den Wald. Angekommen bei dem asphaltierten Weg braucht man noch weitere 10 Minuten, bis man die tolle Einkehrmöglichkeit Alpengasthaus Gleinserhof erreicht. Von hier hat man eine schöne Aussicht über das Tal und ich möchte jedem Besucher eines der Knödelgerichte ans Herz legen. Sie sind beliebt bei Groß und Klein, in hervorragender Qualität und die ideale Stärkung nach einer Herbstwanderung.

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