Endlich Freizeit, endlich Spaß! Das Angebot im familienfreundlichen Stubaital ist so vielfältig, dass Kinder und Jugendliche gerne das Smartphone zur Seite packen und auch die geliebte Spielekonsole links liegen lassen. Ganz ehrlich, nur von selbst erlebten Abenteuern kann man mit Stolz geschwellter Brust seinen Freunden erzählen. Und solche Abenteuer warten im Stubai ganz viele. Manchmal sind sie ganz klein, dann wieder ganz groß und in diesem Beitrag auf jedem Fall ganz kuschelig.

Denn was gibt es Schöneres als Tiere zu beobachten, sie zu umsorgen oder ihnen gar auf einer Wanderung zu begegnen? Vermutlich nicht viel. Dies gilt für ein Großstadtkind, das im Stubai zu Gast ist genauso wie für den einheimischen Knirps aus der Nachbarschaft. Deshalb verrate ich in diesem Artikel gerne, wo man das alles im Stubai besonders gut kann.

Greifvogelpark


In Telfes im Ortsteil Luimes liegt mit dem Greifvogelpark eine Anlaufstelle für verletzte Greifvögel, die nach einem Pflegeaufenthalt meist wieder in die freie Natur entlassen werden können. Seit mehr als 20 Jahre kümmert sich Mathias Premm um sein Herzensprojekt. Warum sich ein Ausflug hier hin lohnt kann gerne in dem Beitrag „Der vor dem sich der Adler verbeugt“ nachgelesen werden. Erst kürzlich war ich mit meinen Söhnen wieder bei der täglich um 15:00 Uhr (Mitte Mai bis Mitte Oktober) stattfindenden Flugvorführung, wobei ich sie diesmal besonders schwer zum Heimgehen motivieren konnte. Die Schneeäulen haben aktuell Nachwuchs und der ist wirklich unglaublich flauschig süß. Also schnell hin, so lange die Äulen noch so winzig sind, der Greifvogelpark ist mit der Stubaitalbahn ganz rasch erreichbar. (Eintritt Erwachsene € 7,-, Kinder ab 6 Jahre Euro 4,-, Kinder unter 6 Jahre in Begleitung der Eltern Eintritt frei.)

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Forster’s Wildgehege

Im Neustifter Ortsteil Neder befindet sich ein Wildgehege, das man gerne im Rahmen eines Spaziergangs durch den Wald von Kampl aus besuchen kann. Es liegt in der Nähe des kleinen Sägewerks in Neder. Das Gehege gehört zu Forster’s Naturresort, da es aber nicht direkt an das Hotel angeschlossen ist und etwas oberhalb liegt, kann es auch von Nicht-Hotelgästen besucht werden. Um die vielen Damhirsche, Hirschkühe und ihre Hirschkälber zu sehen, die oft ganz neugierig durch den Maschendrahtzaun blinzeln, macht man sich entweder, wie erwähnt, auf den Spazierweg von Kampl oder biegt mit dem Auto taleinwärts kommend von der Stubaitalstraße links nach Neder, fährt gerade aus bis zur Brücke, bei der man links abbiegt und dann weiter gerade aus am Sägewerk vorbei fährt bis links das Gehege erscheint.

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Alpakas auf der Schlicker Alm

Seit diesem Sommer freut man sich auf der Schlicker Alm über besonders flauschige Bewohner. Normalerweise in den Anden heimisch, fühlt sich eine kleine Herde Alpakas auf der Schlicker Alm pudelwohl. Mit ihren großen Glubschaugen und durchwegs flippigen Frisuren sind sie wirklich lustig anzusehen zwischen den Vertretern traditionellerer Tiergattungen wie Hasen, Hühner oder Ziegen, die im kleinen Streichelzoo auf Familien warten. Wer den Alpakas besonders nahe kommen möchte, den empfehle ich an einer der geführten Alpakatouren teilzunehmen. Die Kinder, egal welchen Alters, werden es lieben!

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Bauernhoferlebnis bei den Stubaier Bauern

Der Urlaub am Bauernhof ist wohl der beste Weg um den heimischen Nutztieren besonders nahe zu sein. Bei dem Verein „Stubaier Bauern“, 12 traditionell geführten Höfen, ist man dafür an der richtigen Adresse. Die Bäuerinnen und Bauern nehmen den Nachwuchs gerne einmal mit in den Stall. Doch auch für Besucher, die nicht in einem der Bauernhöfe untergebracht sind, werden die Stalltüren an ausgewählten Terminen geöffnet. Dann können Kinder fleißig mithelfen, einmal selbst melken und das Vieh mit Futter versorgen.

Das Glück der Erde liegt bekanntermaßen auf dem Rücken der Pferde und deshalb bieten der Stubaier Bauern-Mitgliedsbetrieb Kassnhof auch das Reitvergnügen für die Kleinsten an. Vier Ponys, zwei Haflinger und ein Warmblut warten darauf, Kinder und Teenager zu begeistern.

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„Fischlan schaugn“ & Enten „fiatern“

Wer am WildeWasserWeg im Bereich Tschangelair unterwegs ist, kann sich die vielen Becken der verschiedenen Forellenarten ansehen. Kinder sind immer fasziniert wenn sie die großen Fischschwärme sehen. Mit etwas Glück trifft man hier auch auf die Ziegen der Tschangelair Alm. Vor allem die schönen Ziegenböcke sind imposant, wenn auch geruchstechnisch äußerst gewöhnungsbedürftig.

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Bei einigen der Stubaier Spielplätze (hier zum Nachlesen) befinden sich außerdem Seen und somit auch hungrige Enten. Speziell kleineren Kindern bereitet das Füttern eine riesige Freude.

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Alpenzoo Innsbruck

Diesen Ausflugstipp möchte ich an dieser Stelle noch ergänzen, obwohl er nicht im Stubai liegt.
Der Alpenzoo in der nur knapp 20 km entfernten Landeshauptstadt Innsbruck beheimatet rund 2.000 Alpentiere von rund 150 Arten, darunter auch Braunbären, Wölfe und Luchse.

Mit der Stubaitalbahn oder dem Stubailbus (mit der Stubai Super Card ist die Fahrt kostenlos) kommen Gäste umkompliziert zum Innsbrucker Hauptbahnhof. Von dort gibt es gute öffentliche Verbindungen zum Alpenzoos. Die Zoo-Eintrittspreise sind hier angegeben.

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Doch nun zurück ins Stubaital, denn so mancher Alpenzoobewohner kann hier in freier Wildbahn angetroffen werden. Wenn man viel Glück hat, huschen sie auf einer Wanderung an einem vorbei oder sitzen gemütlich am Wegesrand. Ratsam ist es ganz mucksmäuschen still zu sein, was mit Kindern oftmals eine Herausforderung darstellt. Beim Waldspaziergang kann man „Ochkatzln“ (Eichhörnchen) beobachten, in hören Lagen pfeifen „Murmelan“ (Murmeltiere) und das weidende Vieh, egal ob Schafe, Ziegen oder Rinder (in Mieders sogar Schottische Hochlandrinder) sind ein willkommener Blickfang für Kinder auf einer Tour durch die Berge. Genügend Abstand sollte dabei immer gehalten und Hunde an der kurzen Leine geführt werden.

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Nicht selten sind im Stubaital auch „Rindsviecher“ auf der Straße. Hier sind selbstverständlich keine inkompetenten Autofahrer gemeint, sondern Rinder, oftmals auch Ziegen, die die Straßen queren. Wenn ihr also Schilder lest auf denen „Obacht Kuisn“ und „Obacht Goasn“ steht, ruhig einen Gang runter schalten. Vor allem die Kinder finden es lustig, wenn sie von der Rückbank aus direkt auf Augenhöhe mit den Tieren sind. Und dann muss es doch wieder raus aus der Hosentasche: Das Smartphone für den tierisch-coolen Schnappschuss!

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