Die letzten Mundart-Deutungsversuche (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4) meiner Blogger-Kollegin Anne waren alle recht gut, aber diesmal leider nicht. Mann, Mann, Mann, liebste Anne, was soll ich sagen, da hast du dich ordentlich vertan, meilenweit bzw. „bergeweit“ daneben. Der Text ist aber super lustig zu lesen, wenn man die Dialektbegriffe nicht kennt und noch lustiger wenn man mit ihnen vertraut ist. Ich hab leicht lachen, wie ginge es mir wenn ich plattdeutsche Wörter aus deiner Heimat Rostock einfach erklären müsste? Vermutlich gleich wie dir, ich würde raten und mich dabei verirren, planlos einen Leuchtturm suchend. Aber nun von der flachen Ostsee zurück ins gebirgige Stubai.

Ein „letzer Tuttn“, ist nicht der letzte Schluck Wein in der Flasche, kein magerer, letzter Rest der übrig bleibt. Ein „letzer Tuttn“ ist ein kleiner Junge oder wie wir auch sagen „a kloaner Bua“. „Panzn“ ist kein Körperteil, das man behäbig vom Sofa hebt, es sind Gummistiefel, solche mit denen ein „letzer Tuttn“ gerne durch die „Lackn“ (Pfützen) hüpft. „Taxn“ ist auch kein Taxi sondern ein Tannenzweig. Einen solchen auf dem sich gerne mal eine „Spinnawetta“ niederlässt. Das soll jetzt nicht heißen, dass sich über dem Tannenzweig ein Gewitter ergießt, nein hier fühlt sich eine Spinne wohl. „Umassa“ steht auch nicht für eine Unmenge, sondern für eine Ameise, die ein „letzer Tuttn“ mit „Panzn“ auch mal gerne bis zu ihrem Ameisenhaufen verfolgt. Im Nachhinein doch alles ganz logisch Anne, oder nicht ?

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