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Bei jeder guten Kräuterwanderung – vorzugsweise bei meinen 😉 – steht die Kräuterfee mit erhobenen Finger vor ihren Schützlingen und erklärt das Richtige Sammeln von Kräutern:

  • man soll nicht überall Kräuter sammeln, weil Dünger und Hundepipi einfach nicht lecker und gesund sind, neben der Straße ist es auch grauslig
  • man soll nicht alles sammeln, besser nur das, was man kennt und nicht tödlich giftig ist
  • man soll nur soviel sammeln, wie man wirklich braucht (wir wissen natürlich, dass Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, auf keinen Fall gesammelt werden dürfen)

Und dann werden die Blicke fragend. Was ist „nur soviel, wie man wirklich braucht“? Die Aussage, dass man im Laufe der Jahre ein Gefühl dafür bekommt, hilft eigentlich auch nicht weiter. Aber wenn ich das exakt sagen könnte, dann würde es diesen Artikel nicht geben… wäre ja auch schade ;-).

Kurz bevor die ersten Frühlingskräuter wieder sprießen, wird also das Kräuterlager inspiziert und aussortiert – Kräuter sollten nicht länger als ein Jahr aufbewahrt werden – doch der Rest vom Schützenfest wandert nicht in die Biotonne, sondern wird ratzfatz für weiteren Gebrauch verarbeitet. Die folgenden Rezepte können nach Lagerbestand und Gusto abgewandelt werden – alles kann, nichts muss.

Kräutertee:

  • Apfelminze
  • Melisse
  • Pfefferminze
  • Ringelblume
  • Zitronenverbene

Die getrockneten Kräuter in etwa zu gleichen Teilen mischen – von der Melisse darf es ein bisschen mehr sein, dass sie sich zu den anderen geschmacksdominaten Kräutern (Pfefferminze und Zitronenverbene) ein bisschen durchsetzen kann. Als Schmuckdroge (das wird pharmazeutisch so benannt) für einen optisch schönen Tee gibt’s noch eine Prise Ringelblumenblätter drauf und dann alles gut durchmischen.
Warnhinweise zur Dosierung: ein gehäufter Teelöffel pro Tasse mit heißem Wasser aufgießen und fünf Minuten ziehen lassen – am besten gar nicht, im schlimmsten Fall mit Honig süßen. Wer das Rituelle mag, für den gelte die Dosierung „einen-Finger-zwack-voll“ pro Tasse – also alles, was man mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger grapschen kann.

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Kräutertee

Kräutersalz:

  • Meersalz
  • Kräuter nach Geschmack
  • Mörser

Eigentlich ist das Ergebnis ja selbsterklärend: Meersalz und Kräuter in den Mörser – mörsern – fertig! Aber man kann auch um den heißen Brei rumreden und zwar so: Ich mag ja, wenn das Kräutersalz richtig grün ist, also mehr Kräuter als Salz – auf einen Becher 2/3 mit Meersalz kommen zwei Becher mit getrockneten Kräutern (hier waren es Thymian, Rosmarin, Basilikum und Oregano – „the italian classics“ sozusagen), nach Adam Riese macht das Salz-zu-Kräuter-Verhältnis 1:3 aus. Anschließend wurden etwaige Stängel und Hölzer noch durch ein recht grobes Sieb rausgefiltert, Kräutersalz in ein trockenes Glas abgefüllt und gut verschlossen – haltbar bis Ende nie.

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Kräutersalz

Badesalz:

  • gutes Salz (ich habe Natursalz aus dem Salzkammergut genommen)
  • getrocknete Rosenblüten
  • getrocknete Lavendelblüten

Salz und die jeweiligen Blüten werden zu gleichen Teilen gemischt – wer mag kann das Ganze noch mit ein paar Tropfen ätherisches Öl verfeinern, da meine Rosen sehr stark duften, habe ich darauf verzichtet. Eine Handvoll vom Salzgemisch reicht für ein Vollbad aus.

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Badesalz

Salatkräuter:

  • Kräuter und Blüten nach Geschmack (Ysop, Oregano, Selleriegrün, Ringelblumen, Malve, Rosmarin, Thymian, Bärlauch, Knoblauch, Petersilie…)

Kräuter und Blüten trocknen und im Mixer häckseln. Fertig!
Huch, nicht mal eine Zeile Anleitung…

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Salatkräuter