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Der Firnschnee glitzert in der Frühjahrssonne und die Temperaturen laden gerade so zum Relaxen im Liegenstuhl ein. Was an solch traumhaften Tagen auf keinen Fall fehlen darf ist, neben jeder Menge guter Laune, eine Sonnencreme!

Es ist also der perfekte Tag um unserem langjährigsten Mitarbeiter und Pistenchef-Stellvertreter Markus Gleirscher bei einem morgendlichen Kaffee interessante Storys und Anekdoten aus 29 Jahren und 5 Saisonen Dienstzeit in der Schlick 2000 zu entlocken.

Angefangen hat alles vor 34 Jahren, im Winter 1983 am Schlickerboden-Schlepplift. Bis dato war die Schlick dem eingefleischten Neustifter mit dem Elfer als Hausberg gänzlich unbekannt. Auch wie lange er hier bleiben würde, war fraglich – zumal ihn im ersten Jahr schon fast ein Lawinenabgang im Bereich der Schlickeralm das Leben gekostet hätte. „Der Jeep, der nur wenige Meter von mir entfernt stand, war komplett verschüttet.“

Nach ca. 3 Jahren am Schlickerboden-Schlepplift freute er sich über eine Zusatzaufgabe: das Pistenbully-Fahren bzw. die Pistenpräparierung! Viele arbeitsreiche Winter mit Aufgaben, die vielseitiger nicht sein konnten, standen nun bevor: Untertags am Lift, Bully-Fahren in der Nacht und alles, was gerade so anstand.

Durch seinen damaligen Schulkollegen der Landwirtschaftsschule in Imst – unser heutiger Pistenchef, Michael Thaler – und anderen Kollegen erhaschte Markus nebenher immer tiefere Einblicke in die Arbeitsbereiche eines „Pistelers“ – wie wir sie liebevoll nennen.

Was früher nur so „nebenher“ gemacht wurde, erfüllt heute gleich mehrere Arbeitsplätze in der Schlick: Präparieren, Lawinen-Sprengen, Bergrettung und vieles mehr lassen für Langeweile an einem Arbeitstag keine Luft.

„Es ist jedes Jahr wieder aufregend wenn im Herbst mit dem Hubschrauber das Gas fürs Lawinensprengen an den Gipfeln nachgefüllt werden muss – besonders wenn die Wetterbedingungen aufgrund von Wind oder anderen Einflüssen nicht optimal sind, da kann es schon mal brenzlig werden.“ Aber ob mit dem Hubschrauber, mit Gas oder mit der Sprengseilbahn – prinzipiell erfordert die Lawinenkommission große Perfektion und Verantwortung und ist somit sicherlich eine der herausfordernsten Tätigkeiten.

Mit der Landwirtschaft zuhause schätzt Markus besonders eines am Job in der Schlick: die Flexibilität! Während die Arbeit im Winter streng ist, bleibt im Sommer hingegen öfters Zeit, um sich um Stall und Vieh zu Hause kümmern zu können.

Vieles konnte Markus während der langen Zeit in der Schlick schon erleben. Mit dem Spruch „Lang lang ist’s her“ erinnert man sich dann auch gerne an die Anfänge der Seilbahn und z.B. der ersten Schneekanone.

Egal ob bei Stammgästen oder unter Kollegen – Markus ist und bleibt als „Urgestein“ der Schlick ein bekannter, kompetenter und gerne gesehener Mitarbeiter!

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