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Das Pinnistal – ein kleines und wunderschönes Seitental von Neustift – ist eine Bühne für ganzjährig beeindruckende Naturschauspiele. Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Schitouren- und Schneeschuhgeher, Rodler, Winterwanderer und Eiskletterer wissen was ich meine. Immer im August ist das Tal aber auch eine musikalische Bühne. Nämlich dann, wenn sich beim Stubaier Almklang Musiker aus dem gesamten Alpenraum dort einfinden und „unplugged“ bei den Hütten und Almen aufspielen. Kaum eine Kulisse wäre besser geeignet für die seit über 20 Jahren etablierte und beliebte Veranstaltung wie die majestätischen Felswände rings um den Habicht und die weißen Gletscherriesen des Stubaitales.

Am 13. August findet der Stubaier Almklang, der vom Obmann des Tiroler Volksmusikvereins und Freitagsmusiger Peter Margreiter sowie seiner Frau Sonja sehr engagiert organisiert wird, bereits zum 21. Mal statt. Und für dieses Jahr haben sich die Volksmusiker aus dem Stubaital etwas Besonderes für ihre weitgereisten Kollegen einfallen lassen: Schon einen Tag vor dem eigentlichen Event im Pinnistal, werden die bereits anwesenden Musikanten und Sänger bei den Wirtshäusern am Neustifter Dorfplatz einen musikalischen Rundgang machen. Bei diesem sogenannten Einklang in den Almklang wird, im wahrsten Sinne des Wortes, schon mal kräftig die Werbetrommel für den Folgetag geschlagen (Beginn 20:00 Uhr).

Zum Höhepunkt des Festes geht es dann am Sonntag, den 13. August auf die Almen ins Pinnistal. Auf der Karalm wird der Almklang mit einer feierlichen Messe von Pfarrer Josef Scheiring  ab 11.30 Uhr eröffnet. Neben den heimischen Musikgruppen aus dem Stubaital werden KünstlerInnen aus der Schweiz, Südtirol, Bayern, Oberösterreich und natürlich Tirol zu Gast sein, um gemeinsam ein Fest der Volksmusik zu feiern. Auf der Karalm hören die Besucher Darbietungen von „Chapella Clavadatsch“ (CH), „Stubaier Freitagsmusig“, „Gramartmusig“ (T), „Fulpmer Flügelhornduo“ und „Kathrein Zwoagsang“ (T). Die Pinnisalm erklingen lassen die „Seespitzler“ (Osttirol), „Zillertaler Weisenbläser“ und „Bloakner 4Gsang“. Auf der Issenangeralm spielen „Die zwoa Schneidig’n“ (Oberpfalz), „3 Tenöre der Blasmusik“ mit Gustl Retschitzegger (T) sowie die „Zuahäusl Aufgeiger“ (B) groß auf. Und auf der Herzebenalm zu Gast: „Landl Dreigsang“ (OÖ) und „Stubaier Tanzlmusig“. Die „Pidinger Fuhrmannsschnalzer“, „Stubaier Alphornbläser“, „Glögglan“ und veile mehr bringen außerdem das gesamte Almengebiet zum Klingen.

So vielfältig wie die Musik- und Gesangsgruppen an diesem Tag sein werden, so einfach gestalten sich die Aufstiegsmöglichkeiten ins Pinnistal. Gemütlich von Neustift aus bringen die Elferbahnen die Besucher die ersten paar Höhenmeter nach oben. Von der Sonnenuhr aus führt der Sonnenzeit-Weg und der Steinzeit-Weg über den Naturschauplatz „Gratzengrübel“ wahlweise zur Pinnisalm oder zur Karalm. Startet man im Tal, so gelangt man, vom Neustifter Ortsteil Neder ausgehend, entweder über den Besinnungsweg oder der Forststraße direkt ins Pinnistal.

 

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