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Die sportlichen Möglichkeiten im Stubaital sind nahezu unbegrenzt. Vom sanften Genusswanderer bis zum größten Gipfelstürmer kommt hier jeder auf seine Kosten. Auch die Kombination aus zwei Sportarten auf derselben Tour hat ihren Reiz – was kommt da für mich mehr infrage als eine Biketour verbunden mit einem Gipfelsieg – Bike & Hike eben.

Nach langen Bürotagen zieht es mich immer wieder in die Natur. Dabei habe ich das Glück, direkt vor der Haustür ein weit verzweigtes Bergwegenetz vorzufinden. Das heutige Ziel ist vorerst die Brandstattalm, meiner Hausstrecke mit dem Mountainbike, und anschließend weiter auf die Seblasspitze.

Eigentlich eine recht gemütliche Tour, die nicht zu stark ansteigende Passagen beinhaltet. Die Schönheit der Landschaft sucht allerdings ihresgleichen. Heute habe ich meine Freundin Sabrina als Verstärkung dabei, falls die Kondition doch noch nicht so gut sein sollte.

Wir starten bei uns zu Hause und nehmen als erstes die 5 Kilometer in Richtung Milderaun Alm in Angriff. An der letzten Kehre, von der man eine grandiose Aussicht auf Neustift im Stubaital hat, verlassen wir den Milderauner Weg und folgen dem recht flachen Weg in Richtung der sogenannten „Griaplan“, einer großen freien Fläche, auf denen im Sommer viele Weidetiere den Almaufenthalt genießen. Im Winter ist hier niemand, denn der Weg ist aufgrund einer großen Wildfütterung als Ruhegebiet ausgewiesen.

bergtour-wandern-stubaiNach dem letzten Anstieg erreichen wir auch schon die Brandstattalm, an der wir unsere Räder absperren und mit dem Versprechen in Richtung Seblasspitze aufbrechen, dass wir beim Abstieg zum Mittagessen wiederkommen werden. Ausgerüstet mit einem trockenen T-Shirt im Rucksack (wichtigstes Utensil am Berg, dass man sich nicht verkühlt) erreichen wir schon bald die Jagdhütte oberhalb der Brandstattalm. Der finale Aufstieg zum Gipfel der Seblasspitze führt über einen Steig entlang der Weideflächen hinauf, bevor wir über einen kurzen Grat unser Ziel auch schon erreicht haben. Man sieht den Gipfel schon von der Brandstattalm aus, allerding ist der Aufstieg doch länger wie man glauben mag. Wir haben von der Brandstattalm in gemütlichem Tempo 50 Minuten gebraucht. Nach einer kurzen Stärkung und ein paar Fotos von der grandiosen Landschaft – man sieht vom Taleingang bis zum Gletscher hinein – machen wir uns wegen des aufkommenden Windes recht bald wieder auf den Weg in Richtung Tal. Bergab geht’s ja bekanntlich schneller – und mit der Aussicht auf einen sehr zu empfehlenden Bauerntoast auf der Brandstattalm umso mehr.

Zum Schluss geht’s dann wieder mit den Bikes nach Hause. Ich kann diese Runde wirklich nur jedem empfehlen, denn sie bietet sowohl dem Einsteiger als auch dem Bike & Hike Profi einen nicht zu anstrengenden Aufstieg, der dann aber von einer wunderschönen Landschaft und gutem Essen belohnt wird.

In diesem Sinne – rauf auf’s Bike und ab in die Berge ☺

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