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Die Berge wirken näher, die Vögel fliegen tiefer und die Luft riecht „rostiger“ – kurzum: der Herbst klopft an die Tür. Mitunter die farbenprächtigste Jahreszeit, bietet er ein Sammelsurium an bunten Leckereien und wahren Vitaminspendern um gekräftigt durch die kalte Jahreszeit zu kommen – heimisches Superfood.

PREISELBEERE

Die Preiselbeere soll man nach dem ersten Nachtfrost sammeln, da sie davor einfach noch zu „streng“ schmecken. Sie werden als Marmelade bzw. als Sulz eingekocht, davon einen Esslöffel mit heißem Wasser aufgießen und trinken, hilft gut gegen angehende Erkältungen und ist zudem eines der besten Mittel bei Harnwegsproblemen.
Die Preiselbeere wird im Volksmund auch Grantlbeere genannt, auf gut stubaierisch auch die „Grantn“ – ob das auch Einfluss auf das Gemüt des Preiselbeer-Konsumenten hat, ist allerdings nicht überliefert ;-).

SAUERDORN

Auch Berberitze genannt, hat der Sauerdorn einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt. Der Saft ist mega sauer und wird lt. Rezept immer mit Zucker gemischt. Wurzel, Rinde, Holz und Blätter enthalten Beberin, das in größeren Mengen giftig wirkt – also nicht zu herzhaft am Stamm knabbern.
Damit Kinder schmerzlos zahnen, näht man die Blüten in ein weißes Leinensäckchen und darüber ein rotes. Diesen Beutel hängt man dem Kind um den Hals und alle vier Wochen gibt’s einen neuen, der „aufgebrauchte“ wird verbrannt und dazu werden drei Vaterunser gebetet – der Gang in die Apotheke wird vermutlich als unaufwändiger empfunden.

HAGEBUTTE

Die Hagebutte (also die Früchte der Rose) ist eine wahre Vitaminbombe: 100 g Früchte enthalten 800 mg Vitamin C – das ist der höchste Wert der heimischen Pflanzen, nur die Acerolakirsche hat das 5-fache, der Sanddorn annähernd gleich viel.
Die Blüten der Hundsrose sind eine Delikatesse im Salat, die entkernten Früchte ergeben eine gute Marmelade und die getrockneten Früchte eignen sich aufgegossen bestens für ein wohlschmeckendes und Vitamin-C-reiches Getränk.
Die (Hunds-)Rose ist der Venus geweiht und soll aus dem Blut des Adonis entstanden sein, sie ist Symbol der Zuneigung, Liebe, Fruchtbarkeit – nanonanet, bei den „Eltern“ 😉

Die Fotos dienen nicht zur Pflanzenbestimmung, auch die Ver- und Anwendung der Pflanzen liegen in der eigenen Verantwortung.

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