Das Alpenschneehuhn ist ein Jahresvogel (er bleibt das ganze Jahr in heimischen Gefilden) und ein wahres Relikt aus der Eiszeit. Auf Alpenschneehühner trifft man oberhalb der Baumgrenze in störungsarmen Hängen sowie auf Geröllflächen, bevorzugt auf Almwiesen und Moränen-Gerölllandgebieten. Die Körpergröße des Alpenschneehuhns beträgt ca. 34 bis 40 Zentimeter, die Flügelspannweite beträgt ca. 54 bis 60 Zentimeter und das bei einem beachtlichen Körpergewicht von 400 bis 500 Gramm.

Das Alpenschneehuhn mausert sich vier Mal im Jahr und kann sich so perfekt der jeweiligen Umgebung anpassen. Mausern ist ein jahreszeitlicher Wechsel des Federkleid. Das Alpenschneehuhn ist deshalb im Sommer braun und im Winter weiß gefärbt. Die Auswahl der Wintereinstände richtet sich je nach dem Nahrungsangebot. Im Winter bevorzugen die Alpenschneehühner Endtriebe und Knospen sowie Pflanzen wie die Krähenbeere und Gämsheide. Im Sommer fällt ihre Wahl auf Weiden und Birken, Tunkelbeeren und Preiselbeeren.

Das Alpenschneehuhn ist ein monagamer Vogel und Balzrituale finden in den Abend-Nachtstunden statt. Es ist eine sehr große Herausforderung die Alpenschneehühner in ihrer perfekten Tarnung auszumachen. Meistens sucht man stundenlang in weißen Winterhängen einen weißen Vogel. Aber sobald man sie gefunden hat kann man wunderbare Aufnahmen des atemberaubenden Vogels machen.

Ich hoffe ich konnte euch Einiges über das bei uns heimische Alpenschneehuhn näher bringen. Also, gut aufgepasst! Bei den nächsten Skitouren auch mal die abgelegenen Hänge genau beobachten, meist verstecken sich die Alpenschneehühner unter kleinen Vorsprüngen unter Felsen. Viel Spaß beim Finden!

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