Auch wenn noch einiges zu tun ist, für ein paar Zeilen über die letzten Vorbereitungen für die Premiere des FIS Freeski Weltcup vom 24. bis 26. November 2017 nehme ich mir Zeit.

Mit heutigem Stand werden 136 Fahrer aus 27 Nationen antreten. 95 Männer und immerhin 41 Frauen „kämpfen“ um die „Krone“ des Königreich des Schnees. Die übrigens schon auf ihre neuen Würdenträger warten ;).

Aber nicht nur die vom Goldschmied gefertigten Kronen warten auf ihren Einsatz, sondern auch insgesamt 50.000,- CHF, die es als Preisgeld zu gewinnen gibt.

Natürlich reisen die Fahrer großteils mit Betreuern an, was die Zahl auf 203 in den Wettbewerb involvierte Personen steigen lässt. Darunter sind alle großen, bekannten Teams und Fahrer, mit Ausnahme einiger verletzter Starter, wie die Weltmeisterin von 2015, Lisa Zimmermann.

Besonders interessant: wir haben sogar zwei Teilnehmer aus Barbados und Costa Rica. Ein bisschen erinnert mich das an die US-amerikanische Filmkomödie „Cool Runnings“ über die jamaikanische Bobmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary an den Start ging.

Flo Preuss (GER) Copyright Pally Learmond

Flo Preuss (GER) Copyright Pally Learmond

Oystein Braaten (NOR) Copyright Pally Learmond

Kea Kühnel (GER) Copyrigth Pally Learmond

Die Fahrer aus Barbados und Costa Rica hoffen sicherlich auch auf ein Ticket für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Bei uns im Snowpark DC Stubai Zoo haben sie noch die Möglichkeit sich dafür zu qualifizieren.

Wer weiß? Vielleicht fängt dann der ORF genau die Siegesfreuden dieser weit angereisten Fahrer ein. Auf ORF1 wird am 26.11.2017 zwischen 11:00 Uhr und 13:15 Uhr jedenfalls übertragen. In welchen anderen Sendern ihr die Übertragung mitverfolgen könnt, erfahrt ihr auf der FIS FREESKI WORLD CUP STUBAI Facebook Seite.

Damit das alles klappt, wurde und wird in den letzten Zügen auf Hochdruck gearbeitet. Allein von der Talstation bis zur Jochdohle wurden über 4 km LWL (Glasfaser) Kabel verlegt, um die Übertragung im TV zu sichern. Von der Jochdohle aus werden noch einmal jede Menge Kabel zu den insgesamt 9 Kameras am Kurs geführt. Denn an jedem Obstacle (=Hindernis) wird eine Kamera installiert. Die Transporte finden die ganze Woche vorher schon statt – es gibt einen ausgeklügelten Transport- und Logistikplan.

Am 18.11.2017 haben die Shaper mit dem Umbau begonnen, wir sind seit dem 19.11. täglich vor Ort um aufzubauen. Es gab zahlreiche Zäune zu errichten, entsprechendes Branding anzubringen und am allerwichtigsten, den Park umzubauen. Drei Tage hatten wir für diese Arbeiten Zeit, damit der Termin für den Trainingsstart am 23.11.2017 gehalten werden kann bzw. konnte.

Von der FIS (Fédération Internationale de Ski) gibt es einige Vorgaben einzuhalten, was das Set-Up angeht, aber zum Glück sind die Kurse noch nicht ganz so homologisiert wie bei den alpinen Bewerben – das wäre ja auch langweilig. Das Set-Up muss bspw. mindestens fünf Sections haben, bestehend aus zwei bis drei Kickern und zwei bis drei Rail- bzw. Jib-Sections.

Generell waren hier der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, diese setzt eher das Gelände. Und das eignet sich perfekt, wie die vielen erfolgreichen Jahre des Stubai Zoos zeigen.

Wie es oft bei Veranstaltungen dieser Art ist, werden sicherlich die Kameras die spektakulären Tricks perfekt einfangen und somit den Stubaier Gletscher mit seinem Snowpark in die Wohnzimmer der Welt bringen. Ganz sicherlich auch bis nach Barbados und Costa Rica 😉

Bildnachweis Titelbild: Diviz.at

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