Am Samstag fuhr ich mit einem Freund zur Doadleralm wo das Internationale Schneecoursing Windhunderennen stattfand. Ich hatte zuvor schon einmal ein Windhunderennen im Sommer gesehen und war deshalb gespannt wie die Tiere mit den winterlichen Bedingungen umgehen würden. Wir spazierten ein wenig am Gelände herum und entdeckten dabei die ersten Starter, welche von ihren Besitzern sorgfältig in warme Jacken eingepackt wurden. Unter ihnen waren Rassehunde wie Greyhounds, Irische Wolfshunde und Vierbeiner die „italienisches Windspiel“ genannt werden. Die Stimmung in der Boxengasse war schon etwas angespannt und einige Hunde schienen den Start kaum noch zu erwarten.

Dann ging es auch schon los. Mit Karacho sprinteten die Windhunde einem Köder nach, welcher im Zick-Zack von einer Seilwinde gezogen wurde. Für die 850 m lange Strecke benötigten die Hunde dabei gerade einmal 50 sec. Das entspricht immerhin einer Geschwindigkeit von über 60 km/h!

Würde nun ein Windhund gegen zwei andere Teilnehmer: ein Tiroler Braunvieh (Kuh) aus dem Stubai und Ingo Appelt unsere Stubaier Bobfahrer-Legende antreten und ein 500m-Rennen rund um den Kampler See veranstalten (in dem die Kontrahenten durchgehend „Top Speed“ laufen würden) hätten wir folgendes Ergebnis:

Platz 1 geht klar an den Windhund – er ist bereits nach 29 Sekunden im Ziel.

Als Zweiter kommt Ingo Appelt an, er absolviert die Runde in 55 Sekunden. Als Pilot im 4er-Bob erreichten er und seine stämmigen „Anschieber“ beim Sprint am Start bis zu 33 km/h.

Die Kuh überquert als letztes die Ziellinie trotzdem ist sie nur 11 Sekunden langsamer als ihr Menschlicher Gegner, der um einige hundert Kilo weniger wiegt als sie. Im Vergleich zu Mensch und Hund gehen es unsere Stubaier Kühe etwas gemütlicher an. Trotzdem können sie bis zu 27 km/h schnell werden, wenn sie der Senner auf der Alm zum Melken ruft.

back