„Ich habe Schifahren als Kind gelernt, bin später aber nicht mehr richtig rein gekommen. Interessieren würde es mich aber schon wieder …“, das habe ich nun schon des Öfteren gehört.

Wie aber ist es, beim Schifahren wieder rein zu kommen und wie geht man dabei vor?
Ich habe einen getroffen, der das am besten wissen muss – Florian Kindl. Er leitet die Schischule Neustift Stubaier Gletscher bereits seit über 20 Jahren und hat in dieser Zeit schon etlichen Menschen das Schifahren von Grund auf beigebracht – oder eben wieder beigebracht.

Die Gründe für’s Aufhören mit dem Schifahren sind vielfältig. „Immer wieder betreuen wir Gäste, die aufgrund von Verletzungen oder Kinderpause einige Jahre mit dem Schifahren ausgesetzt haben und wieder langsam an den Wintersport herangeführt werden wollen“, nennt Florian nur einige davon. Wenn dem so ist, so empfiehlt er unbedingt eine Schischule aufzusuchen und sich für einen Wiedereinsteiger-Kurs anzumelden. Unter Anleitung der professionell ausgebildeten Schilehrer werden dabei dann eventuell vorhandene Ängste genommen und gedankliche Barrieren abgebaut. Auch eingeschlichene Fahrfehler, die oft vielleicht sogar Schuld daran haben, dass jemandem das Schifahren keinen Spaß mehr gemacht hat, werden ausgemerzt.

Mitbringen sollte man körperliche Fitness, den Willen wieder Schi zu fahren und ein wenig Ehrgeiz. Die Ausrüstung muss nicht mitgeschleppt werden. Florian meint: „Das Material ist heutzutage so gut, dass es ohne Probleme auf das fahrerische Können durch die Schischulen und die Schiverleihs abgestimmt werden kann.“ Am Stubaier Gletscher sorgen gleich zwei Sportshops dafür, dass jeder das passende Material direkt am Berg bekommt.
Der Wiedereinsteiger-Kurs an sich läuft dann so ab, dass man nach der Anmeldung erst einmal vor dem Schilehrer vorfährt und er einem sagt was gut ist und was noch verbessert werden könnte. Danach geht es entweder in der Gruppe oder im Privatunterricht los. Empfohlen werden drei Tage. Aber auch danach sollte man dran bleiben. Einerseits um das Erlernte zu festigen, andererseits um sicherer zu werden und sich selbst zu verbessern.

Wenngleich der Anteil der Schi-Neulinge, also Anfängern, in der Schischule Neustift Stubaier Gletscher viel größer ist als der der Wiedereinsteiger, so ist doch eine steigende Nachfrage zu spüren. „Durch die verstärkten Werbemaßnahmen, die durch die Tirol Werbung und auch die Österreich Werbung ins Leben gerufen worden sind, verzeichnen wir immer mehr Wiedereinsteiger. Und diese Maßnahmen kann ich als Schischulleiter als auch als Vizepräsident des Tiroler Schilehrerverbandes nur gutheißen und unterstützen“, so der langjährige Schischulbesitzer.

Zur Schischule:

Die Schischule Neustift Stubaier Gletscher besteht in der derzeitigen Form seit 1993 und beschäftigt während einer Wintersaison ca. 60 Schneesportlehrer durchgehend. Zu Weihnachten, Fasching und Ostern, also zu den Hauptsaisonszeiten, steigt die Zahl der Schi- und Snowboardlehrer auf bis zu 110 Personen an. Alle diese Lehrer sprechen Deutsch und Englisch. Da im Winter aber auch eine Vielzahl ausländischer Gäste ins Stubai kommt, spricht das Personal auch italienisch, spanisch, französisch, holländisch, tschechisch, polnisch, slowakisch und nach Bedarf russisch. Dies sollte man bei der Buchung gleich mit anmerken.

Da die Schischule Neustift Stubaier Gletscher auch eine ausgezeichnete Kinderbetreuung anbietet und dank der hervorragenden Infrastruktur, die am Stubaier Gletscher im Bereich der Gamsgarten-Bergstation vorherrscht, stellt das BIG Family Kinder- und Jugendcamp das Herzstück des Schischul-Angebots dar. Das Areal mit Miniland, Kinderland, Schikarussell, Aufwärmhütte, Clubhaus mit Mittagsbetreuung und eigenem Bereich für die jungen Schifahrer und Snowboarder bietet die idealen Rahmenbedingungen für einen gelungen Schistart.

Die Schischulen dienen auch als Fort- und Weiterbildungszentren für Schilehrer. Die Ausbildungen werden über den Tiroler Schilehrerverband abgewickelt. Dort kann man sich anmelden und dann eine circa zehn-tägige Ausbildung zum Schilehrer-Anwärter absolvieren. Die weiteren Stationen wären dann noch der Landesschilehrer und der Diplomschilehrer, also der berühmte berüchtigte „staatlich geprüfte“ Schilehrer. Alle drei Stufen können auch dual belegt werden, das heißt für Schi und Snowboard.

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