Bergerlebniswelt Franz-Senn-Hütte

Edelweiß C bis D Höllenrachen B bis D Sommerwand B bis C

Charakteristik:
Hier gibt es einen Gebirgsbach-Klettersteig, welcher mit spektakulären Stellen gespickt ist und zum Teil sogar unterirdisch - knapp über dem Wildbach - verläuft. „Höllenrachen“ nennt sich der sehr gut gesicherte Klettersteig, nicht besonders schwierig (mit Ausnahme einer Einseil-Hangel über den Wildbach!), aber sehr eindrucksvoll und originell!
Der „Edelweiß-Klettersteig“ ist ein ziemlich kurzer, aber interessanter Klettersteig (auch botanisch sehr wertvoll - Name!) in der Nähe der Hütte, aber bei Nässe aufgrund vieler erdiger Passagen nicht ratsam. Beim Klettergarten Sommerwand befindet sich der „Sommerwand-Klettersteig“, welcher als Übungsklettersteig angelegt wurde und nur knapp 60 Hm Ferrata-Vergnügen zu bieten hat.
Alle drei Klettersteige lassen sich locker innerhalb eines halben Tages miteinander verbinden und rechtfertigen somit einen Besuch der gut ausgebauten Franz-Senn-Hütte.

Schwierigkeit:
„Edelweiß-Klettersteig“ und „Höllenrachen“ sehr schwierig; „Sommer­wand-Klettersteig“ schwierig
Bes. Gefahren: „Höllenrachen“ bei Hochwasser od. nach Gewitter gefährlich; bei Nässe allgemein sehr rutschig

Beste Jahreszeit: Juli - Oktober

Zeiten / Höhenunterschiede (von der Franz Senn Hütte):

Zustiege:
Edelweiß-Klettersteig: 10 Min.
Höllenrachen: 15-20 Min.
Sommerwand-Klettersteig: 30-35 Min.

Klettersteige:
Edelweiß-Klettersteig: 40 Min. / 90 Hm
Höllenrachen: 20 Min.
Sommerwand-Klettersteig: 15 Min. / 60 Hm

Abstiege: zw. 15 u. 30 Min.

Exposition: „Edelweiß-Klettersteig“ Süd­ost, „Sommerwand-Klettersteig“ Nord­west, „Höllenrachen“ tw. unterirdisch

Ausrüstung: Klettersteigset, Helm, mittelfeste Bergschuhe; für „Höllenrachen“ zusätzlich zwei kurze Expressen od. Bandschlingen mit Schraubkarabiner; Sicherungsseil für Jugendliche

Talort / Info: Neustift im Stubaital, 993 m, Tel.: +43 (0) 501881-0; www.stubai.at

Ausgangspunkt: Parkplatz (gebührenpflichtig) bei der Oberisshütte, 1742 m

Stützpunkt: Franz Senn Hütte, 2149m, ÖAV, bew. Mitte Juni - Anfang Okt.; Tel. +43 (0)5226-2218, www.fankhauser.at

Anreise: Von Innsbruck auf der BrenneraAutobahn A 13 - Abfahrt „Stubaital“ und nach Neustift. Nun nicht geradeaus (Gletscherschigebiet), sondern nach rechts, durch das Dorf zum Ortsteil Milders. Weiter auf Bergstraße durch das Oberbergtal zur Oberisshütte (gebührenpflichtiger Parkplatz).

Zustiege:

Zur Franz Senn Hütte: 1,5 Std. / 410 Hm. Vom Parkplatz kurz talein, dann in vielen Kehren über einen steilen Hang. Weiter in einer langen Querung, zuletzt an einem eindrucksvollen Wasserfall vorbei, zur Hütte.

Zum Edelweiß-Klettersteig: 10 Min. Von der Hütte über den Bach und nördlich den Steigspuren folgend zum Einstieg am tiefsten Punkt einer pfeilerartigen Wandformation (Hinweistafel).

Zum Höllenrachen: 15-20 Min. Von der Hütte am markierten Wanderweg weiter taleinwärts bis zur ersten Geländestufe und links abzweigen zu Felsblöcken mit weißer Aufschrift. Kurz danach der Einstieg (Hinweistafel).

Zu Sommerwand-Klettersteig: 30-35 Min. Wie zum „Höllenrachen“, über den Bach und dem Steiglein bergauf folgen zum Einstieg am linken Rand des Klettergartens.

Routen- / Steigverlauf:
„Edelweiß-Klettersteig“ und „Sommerwand-Klettersteig“ siehe Anstiegsskizze.
Höllenrachen: Kurzer Abstieg hinter ein paar Felsblöcken hindurch (A/B) zum Beginn des dunklen „Höllenrachen“. Eindrucksvolle Querung knapp über dem Wildbach (B-C/D, unterirdisch!) zu einem kleinen Absatz und mit kühnem Spreizschritt über den Bach zur anderen Seite und ins Freie. Über grobblockiges Gelände (A) weiter zum sog. „Hexenkessel“ (schwarze Aufschrift). Ab hier zwei bzw. drei Möglichkeiten:

a) Mittels einer Felsbrücke (A/B) über den Bach ans andere Ufer und über einen kurzen Aufschwung (C) zum Ausstieg.

b) Sehr steil in den „Hexenkessel“ absteigen (D) und über die kurze, sehr spektakuläre Einseilbrücke (D, ohne Selbstsicherung E, aber gefährlich!) hangeln (Mutprobe! - unbedingt zusätzlich eine kurze Bandschlinge mit Schraubkarabiner oder zwei kurze Expressen zur Selbstsicherung einhängen!). Danach in Kürze zum letzten, kurzen Aufschwung (C) und zum Ausstieg.

c) Nach dem Direktabstieg in den „Hexenkessel“ mit einer Schleife um einen vorspringenden Felsblock herum zur Einseilbrücke (B-D).

Abstiege: Wie Zustiege bzw. entlang der tw. markierten Abstiegswege.

Topo Edelweiß und Sommerwand Klettersteig als pdf Download

Topo Höllenrachen als pdf Download